Der Tarifkonflikt an den kommunalen Kindertagesstätten ist beigelegt. Die Verhandlungsführer von Gewerkschaften und kommunalen Arbeitgebern einigten sich auf eine Anhebung der Löhne für die rund 220.000 Beschäftigten um durchschnittlich 120 Euro im Monat sowie auf einen neuen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz.
Der Präsident des Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, bezifferte die Mehrkosten für die Kommunen durch den Kompromiss auf 500 bis 700 Millionen Euro.
Der Einigung waren monatelange Streiks sowie ein Verhandlungsmarathon vorausgegangen. Die Verhandlungen waren bereits im Januar gestartet, wurden aber zwischenzeitlich unterbrochen, da sich beide Seiten nicht einigen konnten. Um ihrer Forderung nach mehr Gehalt und besserem Gesundheitsschutz Nachdruck zu verleihen, hatten die Gewerkschaft ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) seit dem 15. Mai zu Streiks in den kommunalen Kindertagesstätten aufgerufen. In der Folge gab es Proteste wütender Eltern.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßte, dass der monatelange Kitastreik "endlich zu Ende ist". Der Kompromiss sei aber "in der dramatischen Finanzlage der Kommunen kaum zu finanzieren", erklärte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Bei den hohen Kosten des Tarifabschlusses rücke der beitragsfreie Kindergarten in weite Ferne, meinte Landsberg im Deutschlandfunk.
Letzte Änderung: 03.02.2010 03:20 Uhr
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