Im Saarland verliert die CDU unter Peter Müller die absolute Mehrheit. In Sachsen könnten CDU und FDP mit Stanislaw Tillich die Regierung stellen. In Thüringen verliert Dieter Althaus' CDU ihre absolute Mehrheit.
Die ARD-Hochrechnungen des frühen Abends im Überblick:
Die CDU unter Ministerpräsident Peter Müller verliert ihre absolute Mehrheit: 34,6 Prozent - ein Minus von fast 14 Prozent. Müller sprach in einer ersten Stellungnahme von einer "schmerzlichen Niederlage". Die FDP steigert sich von 5,2 auf 9,3 Prozent. Die Linke unter Oskar Lafontaine legt um über 18 Prozent zu: 20,7 Prozent. SPD: 25,1 Prozent. Grüne: 5,7 Prozent.
Im Saarland kann damit Schwarz-gelb nicht allein regieren und ist auf die Grünen angewiesen. Eine Rot-rot-grüne Koalition ist ebenfalls möglich, bei der der SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas wohl Ministerpräsident würde.
Die CDU verliert ihre absolute Mehrheit: 32,2 Prozent - ihr schlechtestes Ergebnis in Thüringen überhaupt. FDP: 8,1 Prozent. Linke: 26,5 Prozent. SPD: 18,5 Prozent. Grüne: 5,7 Prozent. NPD: 4,8 Prozent.
Ministerpräsident Althaus wollte das schlechte CDU-Ergebnis nicht "überbewerten". In Thüringen wäre eine Rot-rot-grüne Koalition unter einem Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow möglich - die SPD unter Christoph Matschie lehnt das jedoch bislang ab - , aber auch eine große Koalition aus CDU und SPD.
Die CDU verliert leicht: 40,9 Prozent. Der mögliche Koalitionspartner FDP: 10,5 Prozent. Die Linke erreicht 20,5 Prozent, die SPD kämpft um ein zweistelliges Ergebnis: 9,9 Prozent. Die Grünen erzielen: 6,1 Prozent. Die NPD schafft erneut den Einzug in den Landtag: 5,4 Prozent.
Stanislaw Tillich könnte Ministerpräsident bleiben in einer Koalition mit der FDP - aber auch eine Fortsetzung der großen Koalition mit der SPD ist eine Option. Tillich will am Montag mit SPD, FDP, aber auch den Grünen über mögliche Koalitionen sprechen.
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SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sprach in Berlin mit Blick auf die Bundestagswahlen von einem "guten Wahlabend" für die SPD. Es sei ein "großer Irrtum", dass die SPD die Wahl bereits verloren habe.
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach von der Notwendigkeit, genau analysieren zu müssen, was der Grund für das vorliegende Abschneiden der CDU bei den Landtagswahlen sei.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vor Bekanntwerden der Landtagswahlergebnisse bekräftigt, auf Bundesebene mit der FDP koalieren zu wollen.
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle zeigte sich mit den Ergebnissen seiner Partei zufrieden, sprach in der ARD aber von einem "Warnschuss" auf Bundesebene. Die niedrige Wahlbeteiligung hätte Rot-rot-grüne Bündnisse möglich gemacht.
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Letzte Änderung: 02.09.2009 09:35 Uhr
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