Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak sind für ihre Arbeiten zur Chromosomen-Forschung mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden.
Die drei Wissenschaftler erforschen die Alterung von Zellen. Genauer: die Rolle, die die sogenannten Telomere, die Enden der Chromosomen, für die Zellalterung spielen. Über die Länge der Telomere steuert die Zelle den Alterungsprozess.
Von der Arbeit der Forscher habe die Krebs-, Stammzellen und Alterungsforschung profitiert, hieß es vom Nobelkomitee (englischsprachig) in Stockholm.
Forschung aktuell im Deutschlandfunk konnte kurz nach Bekanntwerden der Nobel-Entscheidung mit Carol W. Greider (MP3-Audio), Jack W. Szostak (MP3-Audio) und Elisabeth Blackburn (MP3-Audio) sprechen.
Bereits im März 2009 bekamen Elisabeth Blackburn und Carol Greider den Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis.
Der Nobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen (etwa eine Million Euro) dotiert und wird seit 1901 vergeben. Begründer der Nobelstiftung ist Alfred Nobel, Wissenschaftler, Erfinder, Unternehmer und Autor sowie bekennender Pazifist. Nobel hinterließ einen Großteil seines Erbes für die Gründung des Preises.
Der Nobelpreis wird jedes Jahr in fünf Kategorien verliehen. Bislang wurden in diesem Jahr die Preise für Medizin,Chemie, Physik und Literatur bekannt gemacht. Frieden und der Sonderpreis für Ökonomie folgen.
Letzte Änderung: 14.04.2010 03:20 Uhr
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