Die Zahl der Arten, die diesen Planeten bevölkern, kann nur geschätzt werden, denn ein großer Teil des Lebens auf der Erde ist dem Menschen noch unbekannt. Die Schätzungen reichen allerdings von fünf bis zu über 30 Millionen. Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt soll diesen Reichtum ins Gedächtnis rufen, Deutschlandradio wird sich dem Thema besonders eingehend widmen.
Jeden Tag verschwinden geschätzte 100 Tier- oder Pflanzenarten auf Nimmerwiedersehen von der Erde. Die Geschwindigkeit des Artensterbens seit der Industriellen Revolution hat sich je nach Organismengruppe verzehn- bis gar verhundertfacht. Und viele der Verschwundenen hat die Wissenschaft noch gar nicht kennengelernt. Paläontologen sprechen bereits davon, dass wir vor dem sechsten Massenaussterben der Erdgeschichte stehen und diesmal sind wir selbst die Verursacher. Die UN-Biodiversitätskonferenz im japanischen Nagoya versucht, durch weltweit koordinierte Anstrengungen den Trend umzukehren oder zumindest abzumildern. Forschung aktuell begleitet den Gipfel:
18.10.: Artensterben im Eiltempo
22.10.: Man braucht jetzt Beschlüsse
22.10.: Possierlich und unerwünscht
18.10.: Über die Chancen der Artenschutz-Konferenz
29.10.: Kontroverse Verhandlungen
Ein Großteil der Tierwelt ist vom Aussterben bedroht.Es ist ein mühsames Unterfangen, im 21. Jahrhundert die Biodiversität zu retten. In ihrer Verzweiflung greifen die Experten zu jeder Methode, auch der Kryokonservierung. Auf der ganzen Welt entstehen Biokryobanken, in denen Gewebe, Stammzellen, Spermien, manchmal sogar Eizellen eingefroren werden, bei 160 Grad in flüssigem Stickstoff, für mindestens 3000 Jahre.Wenn es schon nicht gelingt, die Tiere selbst zu retten, dann wenigstens lebensfähige Zellen. Das tiefgefrorene Material schenkt den Wissenschaftlern vor allem eines: Zeit. Zeit, um neue Techniken zu entwickeln, mit denen sie bedrohte Tierarten vielleicht doch noch retten oder sogar wiederauferstehen lassen können. Mehr dazu in "Wissenschaft im Brennpunkt":
17.10.: Zoo auf Eis
Das Handeln der Menschheit schädigt Ökosysteme, von denen wir auch nach jahrzehntelanger Forschung kaum mehr als einen flüchtigen Eindruck gewonnen haben. Beispiel Weltmeere: Drei Viertel der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt, die Ozeane bilden das größte Ökosystem der Erde und liefern die Grundlage für einen bedeutenden Teil des irdischen Lebens. Und trotzdem wissen wir mehr über die Oberfläche des Mars als über die Lebenswelt unter Wasser.
Das ehrgeizige Projekt eines Zensus des Marinen Lebens hat in den vergangenen zehn Jahren die internationale Forschung zu den Ökosystemen der Meere gebündelt und beflügelt wie selten ein Vorhaben zuvor. Über 2000 Wissenschaftler aus 80 Staaten haben darin zusammengearbeitet: Vom Strand bis in die Tiefsee und vom Nordpol bis zum Südpol, sogar von der Vergangenheit bis in die Zukunft soll die Vielfalt des Lebens erfasst beziehungsweise abgeschätzt werden.
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In einer dreiteiligen Serie an den Osterfeiertagen erzählte im Deutschlandfunk "Wissenschaft im Brennpunkt" von den Ergebnissen des Meereszensus, und davon, dass selbst diese gewaltige Datensammlung den Schleier über der Unterwasserwelt nur kurz lüften konnte.
02.04.: Teil 1. Vergangener Reichtum
04.04.: Teil 2. Momentaufnahmen des Jetzt
05.04.: Teil 3. Zukunftsozeane
Ein Kräuseln zieht sich über die glatte Wasserfläche des Tümpels. Mit einem leisen Platschen taucht eines der seltsamsten Tiere der Erde aus dem Wasser auf und robbt sich die Böschung hinauf: ein eierlegendes Säugetier mit braunem Fell, großem Schnabel und kurzen, schwimmhautbehafteten Füßen.
Das Schnabeltier sieht nicht nur kurios aus, es sitzt auch auf einem ausgesprochen einsamen Zweig auf dem Baum des Lebens, ganz ohne nahe Verwandte. Ähnlich geht es der Welwitschia-Pflanze, dem Walhai und vielen anderen. Stirbt eine dieser Arten aus, gehen einzigartige biologische Schätze verloren, Schätze von denen viele bis heute im Verborgenen liegen.
Die Redaktion Forschung Aktuell begibt sich im Jahr der Biologischen Vielfalt auf eine Reise in die einsamen Winkel der Evolution und widmet sich vom 11. bis 15. Oktober fünf Einzigen ihrer Art.
11.10.: Die Wollemie
12.10.: Der Rote Panda
13.10.: Die Palmfarne
14.10.: Das Schnabeltier
15.10.: Die Welwitschia
Die Artenvielfalt zählt zu den Programmschwerpunkten der Umwelt und Verbrauchersendung im Deutschlandfunk. Zum UN-Jahr der Biodiversität und zur Artenschutzkonferenz, die unlängst im Golfemirat Katar stattfand, haben die verschiedenen Sendungen mehrfach aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln über das Thema berichtet. Die Liste von Beiträgen aus unserem Archiv wird fortwährend aktualisiert.
Deutschlandfunk: Umwelt und Verbraucher
18.06.: Die Massai schreien, und niemand will ihr Schreien hören
25.03.: Kaum Erfolge beim Artenschutz-Abkommen
23.03.: Gegen das Sterben der Korallenriffe.
19.03.: Nicht nur Schutz für Frösche
18.03.: Klimawandel und Artenschutz
05.03.: Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten
03.03.: Artenschutz im Klimawandel
22.02.: Nachhaltiges Fischen, ja - aber wo?
29.01.: Haifisch in Not
27.01.: Artenvielfalt in der Stadt
07.01.: Unabhängigkeit und Fehlentwicklungen
23.09.: Artenschutz braucht mehr als nur Lippenbekenntnisse: Weltbiodiversitätsrat soll Wissenschaft und Politik näherbringen
Deutschlandradio Kultur: Radiofeuilleton
18.04.: Schatzkammer der Arten
17.01.: Leben auf engstem Raum
10.01.: Kampf um den Tasmanischen Teufel
13.09.09: Biotop statt Stacheldraht
19.05.08: Wir brauchen ein globales Monitoring-System
18.05.08: Regenwald aus Menschenhand
Dradio Wissen: Natur
22.07.: Volkszählung am Meeresboden
14.07.: Artenvielfalt unterm Eis
15.06.: Ein Hoch auf die Vielfalt
26.03.: Kein Schutz für Haie
25.03.: Das letzte Gefecht der Gorillas
23.02.: Die Geheimnisse der Weltmeere
22.01.: Quelle der Artenvielfalt
Letzte Änderung: 26.11.2010 16:32 Uhr
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Beiträge zum Nachhören
Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953, Roger Engelmann: DDR im Blick der Stasi
Sendezeit: 16.06.2013, 12:34
Lesart - kurz und kritisch
Sendezeit: 16.06.2013, 12:33
Jürgen K. Hultenreich: Die Schillergruft
Sendezeit: 16.06.2013, 12:32
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