Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste im Bereich der Wissenschaft. Die Programme des Deutschlandradios informieren über die Geehrten und ihre Forschungsfelder.
Die Programme des Deutschlandradios werden die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger begleiten. "Forschung aktuell" (montags bis freitags von 16.35 bis 17 Uhr im Deutschlandfunk) erklärt die Leistungen der Ausgezeichneten und versucht, die Preisträger ans Telefon zu bekommen.
Live-Videoplayer des Nobelpreiskomitees:
Die Termine der Preisankündigungen:
8. Oktober: Nobelpreis für Medizin:
John B. Gurdon und Shinya Yamanaka erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Die Wissenschaftler werden für die Rückprogrammierung erwachsener, spezialisierter Zellen in pluripotente Stammzellen ausgezeichnet. Pluripotente Zellen sind in ihrer Entwicklung nicht festgelegt, aus ihnen können alle Gewebe eines Organismus entstehen.
Die Physiknobelpreisträger 2012 Serge Haroche (l, Bild: CNRS Photothèque/Christophe Lebedinsky) und David J. Wineland (Bild:NIST) (Bild: CNRS Photothèque/Christophe Lebedinsky (l) und NIST (r))
9. Oktober: Nobelpreis für Physik:
Die Wissenschaftler Serge Haroche und David J. Wineland bekommen den Physiknobelpreis 2012. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm heute mit. Mit ihren Arbeiten leisteten die Forscher einen großen Beitrag auf dem Weg zum Quantencomputer.
Die Nobelpreisträger für Chemie 2012 Robert Lefkowitz (l) und Brian Kobilka (Bild: Duke University Medicine (l) Stanford University (re))
10. Oktober: Nobelpreis für Chemie:
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die US-Amerikaner Robert J. Lefkowitz und Brian K. Kobilka. Damit würden ihre bahnbrechenden Erkenntnisse zur Wirkungsweise einer bestimmten Rezeptorengruppe in Körperzellen gewürdigt, gab am Mittwoch die Akademie der Wissenschafen in Stockholm bekannt.
11. Oktober: Literaturnobelpreis
Den Literaturnobelpreis erhält in diesem Jahr der chinesische Schriftsteller Mo Yan. Bekannt wurde er durch seine Bücher "Das rote Kornfeld" und "Die Sandelholzstrafe". Die Jury attestierte seinem Werk eine "Mischung aus Faulkner, Charles Dickens und Rabelais".
12. Oktober: Friedensnobelpreis
Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union. Die Geschichte der EU sei ein großes Beispiel für die friedliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West: "Die Europäische Union und ihre Vorgänger haben zur Förderung des Friedens und der Demokratie in Europa beigetragen", so die Begründung des Nobelkomitees.
15. Oktober: Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (vulgo "Wirtschaftsnobelpreis")
Der Preis für ökonomische Forschung geht an die US-Amerikaner Alvin Roth und Lloyd Shapley. Sie werden für ihre Arbeiten zur sogenannten Spieltheorie ausgezeichnet, das ist der Zweig der Wirtschaftswissenschaft, der sich mit Strategien des Zusammenarbeitens oder Gegeneinander-Agierens beschäftigt und deren Ergebnisse analysiert.
Seit Montag, 8. Oktober, werden im Wallenberghörsaal des Karolinska-Instituts und in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm die diesjährigen Nobelpreisträger in den verschiedenen Kategorien bekannt gegeben. Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste in den Bereichen, Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbemühungen. Zudem wird seit 1969 der "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel" vergeben, der auch als "Nobelpreis für Wirtschaft" bezeichnet wird.
Alfred Nobel, der unter anderem durch die Erfindung des Dynamits bekannt wurde, hinterließ einen Großteil seines Erbes für die Gründung des Preises. Seit 1901 wird der von ihm testamentarisch gestiftete Preis "denen zugeteilt ..., die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben."
Zu den bekanntesten Nobelpreisträgern der Geschichte zählen unter anderem Albert Einstein (Nobelpreis 1921 in Physik), Marie Curie (Nobelpreis 1911 in Chemie) Martin Luther King (Friedensnobelpreis 1964) und Nelson Mandela (Friedensnobelpreis 1993).
Die eigentliche Verleihung der Preise findet jedes Jahr am 10. Dezember in Stockholm statt - Nobels Todestag. Eine Ausnahme bildet der Friedensnobelpreis, der am selben Tag im norwegischen Oslo verliehen wird. Eine Neuerung in diesem Jahr: Der Preis ist nicht mehr wie bisher mit zehn Millionen Schwedischen Kronen dotiert, sondern wurde um 20 Prozent gekürzt. Damit ist die Auszeichnung umgerechnet nur noch etwa 930.000 Euro wert (früher etwa 1,2 Millionen).
Die Nobelpreisgewinner von 2011:
Nobelpreis für Medizin: Ralph Steinman, Bruce Beutler und Jules Hoffmann
Nobelpreis für Physik: Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess
Nobelpreis für Chemie: Daniel Shechtman
Literaturnobelpreis: Tomas Tranströmer
Friedensnobelpreis: Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman
Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (Wirtschaftsnobelpreis): Christopher Sims und Thomas Sargent
Links ins Netz:
Zum offiziellen Internetauftritt des Nobelpreises
Letzte Änderung: 28.10.2012 15:36 Uhr
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