Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste im Bereich der Wissenschaft. Die Programme des Deutschlandradios informieren über die Geehrten und ihre Forschungsfelder.
Ab Montag, 3. Oktober, werden im Wallenberghörsaal des Karolinska-Instituts und in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm die diesjährigen Nobelpreisträger in den verschiedenen Kategorien bekannt gegeben. Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste in den Bereichen, Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbemühungen. Zudem wird seit 1969 der "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel" vergeben, der auch als "Nobelpreis für Wirtschaft" bezeichnet wird.
Alfred Nobel, der unter anderem durch die Erfindung des Dynamits bekannt wurde, hinterließ einen Großteil seines Erbes für die Gründung des Preises. Seit 1901 wird der von ihm testamentarisch gestiftete Preis "denen zugeteilt ..., die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben."
Zu den bekanntesten Nobelpreisträgern der Geschichte zählen unter anderem Albert Einstein (Nobelpreis 1921 in Physik), Marie Curie (Nobelpreis 1911 in Chemie) Martin Luther King (Friedensnobelpreis 1964) und Nelson Mandela (Friedensnobelpreis 1993).
Die eigentliche Verleihung der Preise findet jedes Jahr am 10. Dezember in Stockholm statt - Nobels Todestag. Eine Ausnahme bildet der Friedensnobelpreis, der am selben Tag im norwegischen Oslo verliehen wird. Die einzelnen Gewinner erhalten jeweils rund eine Million Euro Preisgeld.
Die Programme des Deutschlandradios werden die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger begleiten. "Forschung aktuell" (montags bis freitags von 16.35 bis 17 Uhr im Deutschlandfunk) erklärt die Leistungen der Ausgezeichneten und spricht zum Teil mit den Preisträgern selbst.
Live-Videoplayer des Nobelpreiskomitees:
Termine:
3. Oktober:
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin: Ralph Steinman,Bruce Beutler und Jules Hoffmann
Der Nobelpreis für Medizin und Physiologie geht in diesem Jahr an drei Immunologen aus den USA, Luxemburg und Kanada. Eine Hälfte teilen sich der Amerikaner Bruce Beutler und der gebürtige Luxemburger Jules Hoffmann, die andere Hälfte der Auszeichnung erhält der Kanadier Ralph Steinman.
Mehr über die Preisträger
Interview mit Professor Gerold Schuler, ein ehemaliger Mitstreiter Steinmans
4. Oktober:
Nobelpreis für Physik: Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess
Der US-Astronom Adam G. Riess (Bild: AP / Gail Burton / The John D. and Catherine T. MacArthur Foundation)
Der Physiker Saul Perlmutter und die Astronomen Brian P. Schmidt und Adam G. Riess bekommen in diesem Jahr den Nobelpreis für Physik. Die Supernova-Forscher werden für die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums geehrt. Ihr Forschungsgebiet ist die Beobachtung weit entfernter Supernovae.
Mehr zu den Preisträgern
5. Oktober:
Bekanntgabe des Nobelpreises für Chemie
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den in Israel arbeitenden Forscher Daniel Shechtman. Die Akademie der Wissenschaften in Stockholm zeichnete den Wissenschaftler für die Entdeckung der Quasikristalle aus. Der in Tel Aviv geborene Daniel Shechtman ist Professor für Materialwissenschaften am Technion, der Technischen Universität von Haifa.
Mehr zu Daniel Shechtman
6. Oktober:
Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer erhält den Literaturnobelpreis. Das teilte die Schwedische Akademie in Stockholm mit. Der 80-jährige Tranströmer ermögliche durch seinen "verdichteten und lichtdurchlässigen Bilder einen neuen Zugang zur Realität", begründete die Jury in Stockholm ihre Entscheidung.
Mehr zum Lyriker Tomas Tranströmer
7. Oktober:
Bekanntgabe des Friedensnobelpreises
10. Oktober:
Bekanntgabe des "Preises für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel" (Wirtschaftsnobelpreis)
Nobelpreise 2010:
Nobelpreis für Medizin: Robert Edwards
Nobelpreis für Physik: Andre Geim und Konstantin Novoselov
Nobelpreis für Chemie: Richard F. Heck, Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki
Friedensnobelpreis: Liu Xiaobo
Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (Wirtschaftsnobelpreis): Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides
Letzte Änderung: 12.10.2011 08:09 Uhr
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Bilanz der Nebenreihen bei den Filmfestspielen In Cannes
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