Bundespräsident Christian Wulff gerät in Erklärungsnot: Laut einem Bericht des "Spiegel" hat er das 500.000-Euro-Darlehen womöglich von dem Unternehmer Egon Geerkens selbst erhalten - und nicht von dessen Frau, wie Wulff behauptet. Die Anwälte des Staatsoberhaupts widersprechen.
In der Diskussion über den umstrittenen Privatkredit für Christian Wulff steht nun Aussage gegen Aussage. Der Unternehmer und Wulff-Freund Egon Geerkens sagte dem "Spiegel", er selbst habe mit dem CDU-Politiker über das 500.000-Euro Darlehen verhandelt. Zwar sei die Zahlung des Privatkredits über ein Konto seiner Frau erfolgt, für dieses Konto habe er allerdings eine Vollmacht, heißt es in dem Bericht. Über seine Anwälte ließ Wulff dagegen erneut mitteilen, der Kredit sei von der Frau des Unternehmers gekommen.
2010 hatte Wulff als Ministerpräsident die Anfrage der Opposition im niedersächsischen Landtag, ob er Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmer Egon Geerkens unterhalte, verneint. Dass dessen Gattin mit ihm einen privaten Vertrag über einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro abgeschlossen hatte, erwähnte er damals nicht.
In einer Erklärung räumte Wulff am Donnerstag Fehler ein. "Es wäre besser gewesen, wenn ich auf die Anfrage der niedersächsischen Abgeordneten im Landtag über die konkreten Fragen hinaus auch diesen privaten Vertrag mit Frau Geerkens erwähnt hätte, denn in der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen", schrieb der Bundespräsident in einer Stellungsnahme.
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Letzte Änderung: 03.01.2012 11:05 Uhr
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