Die Deutschen bekommen ihr Geld zurück, verspricht Griechenlands Premier Antonis Samaras (Bild: picture alliance / dpa / Simela Pantzartzi)
Griechenland will seine Anstrengungen im Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise fortsetzen. Regierungschef Antonis Samaras verspricht den Deutschen zudem, sämtliche Hilfskredite zurückzuzahlen. Eurogruppenchef Juncker hingegen wähnt das Land in einer Glaubwürdigkeitskrise.
Griechenland habe sich zu entsprechenden Maßnahmen gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise verpflichtet und werde diese auch umsetzen, sagte Regierungschef Samaras nach Beratungen mit Eurogruppenchef Juncker in Athen. Sein Land werde sich verändern, sowohl politisch als auch wirtschaftlich und sozial. Das jüngste, rund 11,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket solle innerhalb der nächsten Wochen unter Dach und Fach gebracht werden. Griechenland werde alle mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Ziele erreichen. Den Gläubigern versprach Samaras zudem die Rückzahlung aller Hilfskredite. "Das garantiere ich persönlich", sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Eurogruppenchef Juncker rief die Griechen nach dem Treffen mit Samaras auf, jetzt nicht die letzte Chance zu verspielen. "Ich glaube, was die unmittelbare Zukunft betrifft, so ist der Ball jetzt in der griechischen Hälfte des Spielfeldes", sagte Juncker. Das Land müsse weitere Anstrengungen zur Bewältigung der hohen Verschuldung unternehmen. "Der Privatisierungsprozess, der versprochen wurde, muss neu gestartet werden." Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone wies Juncker erneut zurück. Ein solcher Austritt würde die gesamte Währungsunion gefährden, warnte er. Juncker betonte allerdings, Griechenland leide unter einer Glaubwürdigkeitskrise. Bereits vor dem Treffen hatte Juncker erklärt, die Eurostaaten würden frühestens im Oktober über neue Hilfen für Griechenland entscheiden. Zunächst müsse der Bericht der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds vorliegen.
Samaras wird am Freitag zu Gesprächen mit Angela Merkel in Berlin erwartet. Die Kanzlerin betonte bereits, dass es bei ihrem Treffen mit Samaras keine Lösungen geben werde. Entscheidungen könnten erst getroffen werden, wenn der Bericht der Troika vorliege. Zugleich erklärte Merkel bei einem Besuch in der Republik Moldau, in der Eurozone müsse jeder Partner seine Verpflichtungen einhalten. Dies gelte auch für Griechenland.
Diskussionen und Sparpläne zur Euro-Rettung
- Griechenland verhandelt über Milliarden-Sparprogramm
Barroso drängt Griechenland zur Umsetzung der Sparmaßnahmen - EU-Kommissionschef spricht sich für Verbleib Athens in Eurozone aus
Troika kontrolliert erneut Griechenland - Medien: Viele rote Karten für Athen
Geduld mit Griechenland am Ende - Geldgeber denken an Staatsbankrott und Euro-Austritt
Letzte Änderung: 01.03.2013 03:44 Uhr
Deutschlandfunk
Seit 14:35 Uhr
Campus & Karriere
Nächste Sendung: 15:00 Uhr
Nachrichten
Deutschlandradio Kultur
Seit 14:42 Uhr
Musik
Nächste Sendung: 15:00 Uhr
Nachrichten
DRadio Wissen
Seit 14:45 Uhr
Wissensnachrichten
Nächste Sendung: 14:48 Uhr
Globus
Beiträge zum Nachhören
Kulturtipps (Dienstag, 21.05.2013 - 14.40 Uhr)
Sendezeit: 21.05.2013, 14:40
"Common Pavilions. Die Länderpavillons von Venedig" von Diener Diener
Sendezeit: 21.05.2013, 14:33
Kulturnachrichten
Sendezeit: 21.05.2013, 14:30
dradio-Recorder
im Beta-Test: