Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 28.08.2012
Der kolumbianische Präsident Santos während seiner Fernsehansprache (Bild: picture alliance / dpa / Leonardo Munoz) Der kolumbianische Präsident Santos während seiner Fernsehansprache (Bild: picture alliance / dpa / Leonardo Munoz)

Kolumbien nimmt Friedensgespräche mit FARC-Rebellen auf

Präsident Santos bestätigt Verhandlungen

Nach fast 50 Jahren des bewaffneten Kampfs könnte Kolumbien vor einer historischen Wende stehen: Die Regierung hat nach eigenen Angaben Friedensgespräche mit der FARC-Guerilla vereinbart. Präsident Juan Manuel Santos lud auch weitere Rebellen zu der Initiative ein.

Die Regierung führe "Sondierungsgespräche" mit der linksgerichteten FARC, sagte Präsident Santos in einer Fernsehansprache. Der frühere Vizepräsident und Journalist Francisco Santos hatte im Radiosender RCN berichtet, die Verhandlungen sollten am 5. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo beginnen und dann in Havanna weitergeführt werden.

Es ist das erste Mal, dass Santos Gespräche mit den FARC-Rebellen bestätigt. Die Ergebnisse der "Annäherung" sollten in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden, kündigte der Staatschef an. Die Armee werde jedoch ihren Feldzug gegen die Rebellen auch während der Gespräche fortsetzen. Santos betonte in der Ansprache, er habe seit seinem Amtsantritt 2010 seine in der Verfassung festgeschriebene Verpflichtung wahrgenommen, nach Frieden zu streben. Auch die die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes, die ELN, sei bereit, an den Gesprächen über ein Ende der Gewalt teilzunehmen, sagte der Präsident.

Bewaffneter Kampf seit fast einem halben Jahrhundert

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sind die größte und älteste Guerillagruppe Kolumbiens. Ihnen gehören nach offiziellen Angaben zwischen 8000 und 11.000 Kämpfer an, die vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador aktiv sind. Die FARC führt seit 1964 einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung. Die linksgerichtete Gruppe, die sich selbst als Volksarmee zur Verteidigung der Rechte der Landarbeiter bezeichnet und vor allem über den Verkauf von Kokain und Entführungen finanziert, ist durch eine seit 2002 andauernde Militäroffensive zunehmend in die Defensive geraten - von den USA ausgebildete Elitetruppen haben ihr herbe Niederlagen zugefügt.


Mehr zum Thema auf dradio.de:

Kolumbien-Experte: Trotz Betancourt-Befreiung ist FARC nicht am Ende
Es gibt nichts zu feiern - Schriftsteller Memo Anjel zur 200-jährigen Unabhängigkeit Kolumbiens
Gefährliche Spannungen - Die US-Präsenz in Kolumbien und das Säbelrasseln in Venezuela


Letzte Änderung: 30.08.2012 13:17 Uhr

 

Links:

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 07:50 Uhr
Kulturpresseschau
Nächste Sendung: 08:00 Uhr
Nachrichten

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 07:30 Uhr
Kakadu für Frühaufsteher
Nächste Sendung: 08:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 07:30 Uhr
DJ Wissen
Nächste Sendung: 08:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Podcast: Kakadu-Wochenrückblick 16.06.2013

Sendezeit: 16.06.2013, 07:35

Türkei: Demonstrationen und Straßenschlachten nach Räumung des Gezi-Parks

Sendezeit: 16.06.2013, 07:07

Wort zum Tage 16.06.2013 (neue Kirche)

Sendezeit: 16.06.2013, 06:56

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link