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AKTUELL VOM 30.09.2012
Petrischalen in einem Labor (Bild: dpa / Christian Charisius) Petrischalen in einem Labor (Bild: dpa / Christian Charisius)

Brechdurchfall: Weniger Neuinfektionen gemeldet

Mindestens 8365 Kinder und Jugendliche in Ostdeutschland betroffen

Während Experten mit Hochdruck nach dem Auslöser der Magen-Darm-Erkrankung suchen, scheint der Höhepunkt der Krankheitswelle überschritten. Bislang sind mindestens 8365 Fälle von Brechdurchfall in Ostdeutschland bekannt.

Die meisten Magen-Darm-Erkrankungen seien Mitte vergangener Woche gemeldet worden, gaben das Bundesministeriums für Verbraucherschutz und die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit bekannt. Freitagnachmittag sei die Zahl der Nachmeldungen schon rückläufig gewesen. Ihrer Einschätzung nach scheint der Höhepunkt der Erkrankungswelle damit überschritten.

Unterdessen suchen Experten aus Bund und Ländern mit Hochdruck nach dem Auslöser der massenhaften Brechdurchfall-Erkrankung. Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums kamen die Fachleute der "Task Force" auch heute in Berlin zusammen. Die Experten werten Speisepläne aus Kantinen, Essensproben, Lieferwege und Laborergebnisse aus. In Sachsen und Thüringen wurde in einzelnen Fällen das hochansteckende Norovirus nachgewiesen. Mit weiteren Ergebnissen wird nicht vor morgen gerechnet. Dann soll auch ein neuer Bericht des RKI vorliegen.

RKI: größte bekannte lebensmittelbedingte Ausbruch in Deutschland

Insgesamt seien mindestens 8365 Menschen in 342 Einrichtungen in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen von der Magen-Darm-Erkrankung betroffen, erklärte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Dies sei "der mit Abstand größte bekannte lebensmittelbedingte Ausbruch in Deutschland".

Die Behörden gehen davon aus, dass die Infektion über verseuchtes Essen erfolgte. Ersten Erkenntnissen nach wurden alle Schulen und Kindertagesstätten von demselben Essenslieferanten, einem Caterer mit Sitz in Rüsselheim, versorgt. Erste Beschwerden bei den Betroffenen wie Erbrechen, Durchfall und manchmal auch Fieber traten nach RKI-Angaben am Dienstagabend auf.

Aktuelle Informationen zum Stand der Ursachenforschung für den Brechdurchfall-Ausbruch, zu den aktuellen Zahlen und zur Zusammenarbeit von Bund und Ländern stellt das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage zur Verfügung.


Letzte Änderung: 01.10.2012 13:54 Uhr

 

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