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AKTUELL VOM 11.11.2012
Bettina Kurth (links) und Hermann Bohlen bei der Produktion des Hörspiels von Deutschlandradio Kultur und hr in Berlin. Die Ursendung war am 28. März 2012 (Bild: Deutschlandradio - Anke Beims) Bettina Kurth (links) und Hermann Bohlen bei der Produktion des Hörspiels von Deutschlandradio Kultur und hr in Berlin. Die Ursendung war am 28. März 2012 (Bild: Deutschlandradio - Anke Beims)

Deutscher Hörspielpreis für "Alfred C. – Aus dem Leben eines Getreidehändlers"

Produktion von Deutschlandradio Kultur ausgezeichnet

Bei den ARD-Hörspieltagen in Karlsruhe hat Hermann Bohlens Stück "Alfred C.- Aus dem Leben eines Getreidehändlers" den Deutschen Hörspielpreis gewonnen. Das Werk setzte sich gegen neun weitere Produktionen durch, die von den Hörspielredaktionen der ARD als beste des Jahres 2012 nominiert worden waren.

Das preisgekrönte Hörspiel, eine Produktion von Deutschlandradio Kultur und dem Hessischen Rundfunk, geht dem Lebensweg des Unternehmers Alfred C. Toepfer (1894-1993) nach, der durch den Handel mit Agrarprodukten Millionen verdiente, sich aber auch als großzügiger Mäzen und Naturschutzpionier einen Namen machte.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis wurde am Samstagabend in Karlsruhe bei den Hörspieltagen der ARD verliehen. Die Entscheidung der Juroren fiel einstimmig. Die Jury lobte Bohlens Hörspiel als "originell und originär, abgründig und humoresk". Der Autor versuche, "dieser Existenz etwas bisher Ungehörtes abzulauschen" und die Frage zu beantworten, warum von den Schriften und Reden des großen Wohltäters Toepfer so gut wie nichts überliefert ist. Sein Mitläufertum im Nationalsozialismus, seine aktive Unterstützung der Macht sowie der erhebliche Profit, den seine Firmen der Haltung ihres Chefs verdankten, seien erst nach Toepfers Tod ans Licht gekommen.

Die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Jochen Hieber, Feuilletonredakteur der FAZ, erklärt: "Wir hören einem deutschen Männerleben zu - vom Wandervogel zum Herrenmenschen, vom Heideburschen zum Großmäzen. Mit den Mitteln der Persiflage, der Groteske und aus Versatzstücken von Alfred C. Toepfers unveröffentlichter Autobiographie erfindet Bohlen diesen autoritären Charakter neu".

Der ARD Online Award und eine lobende Erwähnung der Jury gingen an das Hörspiel "Wann wo oder Eine gewisse Anzahl Gespräche" von Oliver Sturm nach einem Text von Aleksandr Vvedenskij, das vom Hessischen Rundfunk und dem Deutschlandfunk produziert wurde. Den Deutschen Kinderhörspielpreis gewann die Koproduktion "Anton taucht ab" (SWR/WDR) von Milena Baisch nach ihrem gleichnamigen Kinderbuch.


Letzte Änderung: 14.11.2012 09:00 Uhr

 

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