Nicht einmal eine Minute hat es gedauert, damit US-Präsident Barack Obama weitere vier Jahre die Vereinigten Staaten von Amerika regieren kann. Dem intimen Amtsschwur im Weißen Haus folgt heute eine pompöse Zeremonie mit der Antrittsrede.
"Ich, Barack Hussein Obama, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe." Mit diesen Worten ist der wiedergewählte 44. US-Präsident in seine zweite Amtszeit gestartet. Seine linke Hand legte der 51-Jährige dabei auf eine Bibel aus dem Familienbesitz seiner Frau und hob die Rechte Hand zum Schwur.
Zeugen dieses sehr privaten Moments im Weißen Haus waren nur seine Familie, der oberste Richter des Landes, einige Reporter und der in einem Gemälde verewigte erste US-Präsident George Washington. "Ich hab's geschafft" ("I did it!"), sagte er erleichtert, nachdem Obama seine Kinder umarmte und küsste. Zuvor wurde auch sein Vize Joe Biden eingeschworen.
Der feierliche Akt auf den Stufen des Kapitols findet laut Verfassung an einem Montag statt, wenn der gesetzlich vorgesehene Termin auf einen Sonntag fällt. Und dieses Datum ist für den ersten afro-amerikanischen Präsidenten ein weiterer besonderer Moment: der Gedenkfeiertag für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King. "Wir denken nicht so viel an die Amtseinführung, aber wir denken an den Geburtstag von Dr. King, den wir dieses Wochenende feiern", sagte Obama am Samstag. Obama will in der Antrittsrede nicht nur die Persönlichkeiten seines Landes würdigen, kündigte er in einem Video auf seiner Internetseite an:
Das offizielle Programm sieht vor, dass Obama gegen 11:55 Uhr Ortszeit (17:55 Uhr MEZ) seinen öffentlichen Amtseid ablegt und nach einem Mittagessen im Kapitol in einer Parade mit Musikkapellen und Festwagen zum Weißen Haus schreitet. Am Abend tanzen die Obamas auf den traditionellen Vereidigungsbällen.
Obamas zweite Amtszeit beginnt ähnlich wie die erste mit einem Rundumschlag: den Schuldenkollaps vermeiden, jeden zweiten Kabinettsposten neu besetzen, der Rückzug der Truppen aus Afghanistan sowie Verschärfungen der US-Waffengesetze als Konsequenz aus dem Schulmassaker von Newtown gegen den Widerstand der Lobbyisten durchsetzen. Der Demokrat Obama hatte im vergangenen November mit klarer Mehrheit die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gewonnen.
Letzte Änderung: 11:54 Uhr
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