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AKTUELL VOM 14.02.2013
Berlinale-Organisator Dieter Kosslick und Moderatorin Anke Engelke bei der Schlussfeier der Berlinale 2013 (Bild: picture alliance / dpa - Michael Kappeler) Berlinale-Organisator Dieter Kosslick und Moderatorin Anke Engelke bei der Schlussfeier der Berlinale 2013 (Bild: picture alliance / dpa - Michael Kappeler)

Wer bekommt die Bären?

In Berlin gehen am Abend die Internationalen Filmfestspiele zu Ende

Die Jury hatte die Qual der Wahl: Insgesamt 19 Filme waren ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären gegangen. Am Samstagabend werden die Bären nun verliehen.

Neben dem "Goldenen Bären" und dem "Großen Preis der Jury" werden mehrere "Silberne Bären" in folgenden Kategorien vergeben: Beste Regie, Beste Darstellerin, Bester Darsteller, Bestes Drehbuch sowie für "eine herausragende künstlerische Leistung aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set-Design".

Wir haben unsere Kritiker Hannelore Heider, Katja Nicodemus, Christiane Peitz, Bernd Sobolla, Jörg Taszman und Waltraud Tschirner gefragt, wer ihre Favoriten sind.

Die Favoriten auf einen Bären


"W Imie..." - "Im Namen des..."
Polen, Regie: Malgoska Szumowska
Unsere Kritiker sind sich einig, Favorit auf einen Goldenen Bären ist in diesem Jahr der polnische Film "W Imie..." ("Im Namen des..."). Es geht um einen jungen katholischen Priester, der mit seiner eigenen Homosexualität kämpft. Im Gespräch erklärt Regisseurin Malgoska Szumowska, dass sie keine Klischees, sondern Liebe auf die Leinwand bringen wollte.



Calin Peter Netzer (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

Calin Peter Netzer (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

"Pozitia Copilului" - "Kinderpose"
Rumänien, Regie: Calin Peter Netzer
Auch ganz hoch im Kurs steht bei unseren Kritikern der rumänische Film "Pozitia Copilului" ("Kinderpose"): Barbu fährt viel zu schnell und überfährt einen kleinen Jungen. Seine Mutter versucht mit allen Mitteln, das Problem aus der Welt zu schaffen - auch mit Geld. Regisseur Calin Peter Netzer beschreibt im Interview die pathologische Beziehung zwischen Mutter und Sohn.


"Gloria"
Chile/Spanien, Regie: Sebastián Lelio
Hoffnungen auf einen Silbernen Bären für die beste Darstellerin kann sich Paulina Garcia machen. Sie spielt die 58-jährige Gloria, die sich in der gleichnamigen Tragikkomödie verliebt und in einen Strudel widerstreitender Gefühle gerät. Unsere Kritikerin Christiane Peitz ist von Paulina Garcia begeistert.


Weitere Filme im Wettbewerb


Gus van Sant (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

Gus van Sant (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

"Promised Land" - "Gelobtes Land"
USA, Regie: Gus van Sant
In Gus Van Sants "Promised Land" arbeitet Matt Damon für einen Energiekonzern und soll die Bewohner einer US-Kleinstadt von der umstrittenen Gasfördertechnik Fracking überzeugen."Fracking ist eine Risikotechnologie", sagt der Energie-Experte Oliver Krischer (Grüne) über den Berlinale-Wettbewerbsbeitrag "Promised Land".



Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl (Bild: picture alliance / dpa / Stephane Reix)

Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl (Bild: picture alliance / dpa / Stephane Reix)

"Paradies: Hoffnung"
Österreich/Frankreich/Deutschland, Regie: Ulrich Seidl
Ulrich Seidl beschließt mit diesem Film seine Paradies-Trilogie. Diesmal schickt er die 13-jährige Melanie in ein Diätcamp und lässt sie sich in den Arzt und Campleiter verlieben.

Unsere Kritikerin Hannelore Heider über die Wettbewerbsfilme "In the name of...", "Promised land" und "Paradies: Hoffnung"


"Gold"
Deutschland, Regie: Thomas Arslan
Bei dem deutschen Film im Wettbewerb hat Thomas Arslan Regie geführt. Sieben Auswanderer aus Deutschland zieht es 1898 in die USA, wo sie dem Ruf des Goldes folgen und sich durch bedrohliche Wildnis kämpfen.

Tanovic, Danis (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

Tanovic, Danis (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

"An Episode in the Life of an Iron Picker"
Bosnien und Herzegowina/Frankreich/Slowenien, Regie: Danis Tanovic
Eine Roma-Familie und ihr täglicher Kampf ums Überleben. Regisseur Danis Tanovic lässt die beiden Hauptdarsteller seines Berlinale-Beitrags ihre eigene Geschichte spielen. Im Interview sagt er: "Wir hatten kein Skript, nichts, und wir haben einfach dann neun bis zehn Tage gedreht und eben den Film fertig gemacht".


"Prince Avalanche"
USA, Regie: David Gordon Green
Ein philosophisches Roadmovie über Alvin und Lance, die den Sommer über in einem einsamen Waldgebiet arbeiten und Fahrbahnmarkierungen erneuern. Mit Regisseur David Gordon Green haben wir über den Film und das amerikanische Independent-Kino gesprochen.


"Night Train to Lisbon"
Deutschland, Schweiz, Portugal, Regie: Bille August
Lateinlehrer Gregorius stößt auf ein Buch des portugiesischen Dichters und Arztes Amadeu de Prado. Daraufhin reist er per Nachtzug nach Lissabon und versucht dort, das Puzzle von Amadeus' Leben wieder zusammenzusetzen.

Unsere Kritikerin Hannelore Heider berichtet über "An Episode in the Life of an Iron Picker", "Prince Avalanche" und "Night Train to Lisbon"

Soderbergh, Steven Berlinale 2013 (Bild: picture alliance / dpa /Ekaterina Chesnokova)

Soderbergh, Steven Berlinale 2013 (Bild: picture alliance / dpa /Ekaterina Chesnokova)

"Side Effects"
USA, Regie: Steven Soderbergh
Steven Soderbergh beschäftigt sich mit den Machenschaften großer Pharmakonzerne und schildert das Schicksal einer jungen Frau unter Medikamenteneinfluss. Susanne Burg fasst den Film mit Risiken und Nebenwirkungen zusammen.





Der iranische Filmemacher Jafar Panahi (Bild: picture alliance / dpa)

Der iranische Filmemacher Jafar Panahi (Bild: picture alliance / dpa)

"Pardé" - "Closed Curtain"
Iran, Regie: Jafar Panahi, Kamboziya Partovi
Iran: Ein Mann, der trotz Verbotes einen Hund besitzt und eine Frau, die an einer verbotenen Feier teilgenommen hat, verbarrikadieren sich in einer abgelegenen Villa und verhängen die Fenster.
Jörg-Christian Schillmöller hat den Film für uns gesehen.



"Camille Claudel 1915"
Frankreich, Regie: Bruno Dumont
Camille Claudel, gespielt von Juliette Binoche, fühlt sich von ihren Neidern und ihrem ehemaligen Liebhaber verfolgt. Von ihrer Familie wurde sie deshalb in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.
Unser Kritiker Jörg Taszman hat sich Pardé, Side Effects und Camille Claudel 1915 angesehen.

"La Religieuse" - "Die Nonne"
Frankreich/Deutschland/Belgien, Regie: Guillaume Nicloux
Suzanne Simonin wird als junge Frau von ihren Eltern in ein Kloster geschickt und sieht sich Repressalien, Demütigungen und religiösem Fanatismus ausgesetzt.

Dennis Cote (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

Dennis Cote (Bild: Deutschlandradio / Thomas Otto)

"Vic und Flo haben einen Bären gesehen"
Kanada, Regie: Denis Côté
Vic wird aus dem Gefängnis entlassen und sucht mit ihrer Freundin Flo die Ruhe in einer Hütte im kanadischen Wald. Die finden sie dort allerdings nicht.

Kritikerin Christiane Peitz mit ihren Eindrücken der Wettbewerbsfilme "Gloria", "La Religieuse" und "Vic und Flo haben einen Bären gesehen".


"Layla Fourie"
Deutschland/Südafrika/Frankreich/Niederlande, Regie: Pia Marrais
In dem Thriller Layla Fourie verfolgt Regisseurin Pia Marrais die Spuren der Apartheid und beschreibt die heutigen Rassenkonflikte in Südafrika. Mit uns hat sie über ihren Blick auf Südafrika gesprochen.

Unsere Kritikerin Hannelore Heider über die Wettbewerbsfilme "Kinderpose", "Before Midnight" und "Layla Fourie".

"Ein langes und glückliches Leben"
Russland, Regie: Boris Khlebnikov
Sascha bewirtschaftet eine ehemalige Kolchose auf der russischen Halbinsel Kola. Korrupte Beamte wollen ihn dazu bringen, seine Wirtschaft aufzugeben. Wir haben mit dem Regisseur Boris Khlebnikov gesprochen.


Mehr bei dradio.de

Der Berlinale-Ehrenpreisträger Claude Lanzmann, unsere Kritiken vom Tag und Jugend und Gewalt im Kino: Unser Berlinale-Programm von Donnerstag und Freitag und der Überblick über unsere gesamte Berichterstattung.


Letzte Änderung: 23.02.2013 14:06 Uhr

 

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