Frauke Petry - stellv. Sprecherin "Alternative für Deutschland" (Bild: picture alliance / dpa / Peter Endig)
Die neue Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) tritt für die Möglichkeit ein, dass Länder aus der Währungsunion austreten können. Umfragen sehen bei ihr ein Wählerpotenzial von 20 Prozent.
Mit Zahlen wie dieser im Rücken konnte die erst vor Kurzem gegründete Partei in Berlin entspannt ihre Ziele vorstellen: Neben der Möglichkeit, aus der Währungsunion auszutreten, stehen noch die Wiedereinführung von nationalen Währungen und die Änderung von EU-Verträgen im Mittelpunkt des Programms. Dennoch versteht sich die AfD nicht als reine Anti-Euro-Partei, wie die stellvertretende Parteisprecherin Frauke Petry erklärt: "Wir stehen ganz klar zu einem einigen Europa, aber nicht zu einem zwangsvereinten Europa." Man wende sich entschieden gegen Versuche der Finanzpolitik, durch die Hintertür einen europäischen Staat einzuführen.
Den Vorwurf, die AfD fische nach Wählern am rechten Rand, kontert die Partei. Sie habe es nicht nötig, nach Wählern am rechten oder linken Rand zu schielen. Ihr gehe es darum, Wähler im gesamten Parteienspektrum zu erreichen. Ziel sei die direkte Demokratie.
Parteigründer Bernd Lucke will mit seiner AfD auch bei der Bundestagswahl im September antreten. Sollte sie den Einzug ins Parlament schaffen, hat er konkrete Vorstellungen, was die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien angeht: "Wir werden nicht mit einer Partei koalieren, die die aktuelle Europa-Politik fortsetzen will." In diesem Fall werde man in die Opposition gehen.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) glaubt trotz des derzeitigen Höhenflugs nicht an einen Erfolg der neuen Partei. Das sei Ausdruck eines latenten Unwohlseins, aber daraus werde keine Politik. Ein Zurück zur D-Mark, wie die Partei es fordere, werde es nicht geben.
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"Alternative für Deutschland" stellt Ziele vor - Korrespondentenbericht von Stefan Maas
Letzte Änderung: 19.03.2013 13:25 Uhr
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