Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 29.05.2013
Drohnen-Einsatz in Afghanistan (Bild: picture alliance / dpa / Kirsty Wigglesworth) Drohnen-Einsatz in Afghanistan (Bild: picture alliance / dpa / Kirsty Wigglesworth)

Bundeskabinett billigt Kauf von Drohnen

Entscheidung aber erst nach der Bundestagswahl

Erst die Pannenserie mit Euro Hawk, und nun das: Verteidigungsminister de Maizière will die Bundeswehr ungeachtet der bisherigen Probleme mit Kampfdrohnen bewaffnen. Das Bundeskabinett billigte heute seine Pläne, die endgültige Entscheidung wurde aber vertagt.

Noch sind die vielen Fragen der Opposition in Sachen "Euro Hawk" nicht beantwortet. Doch Thomas de Maizière will trotzdem in den nächsten Jahren 16 Drohnen anderer Bauart beschaffen, die auch bewaffnet werden können. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD hervor. Das Kabinett billigte nun diese Pläne. Die Entscheidung über die tatsächliche Aufrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen soll aber erst nach der Bundestagswahl im September fallen.

"Eine riesige Zukunftstechnologie"

Im Fachjargon ist von MALE-Drohnen die Rede. Die ersten soll die Bundeswehr bereits in drei Jahren nutzen können. Das teilte das Verteidigungsministerium in einer Antwort auf eine große parlamentarische Anfrage mit, die die SPD-Fraktion bereits vor einem halben Jahr gestellt hatte. Dass über die Anschaffung der Drohnen jetzt inmitten der "Euro Hawk"-Debatte im Kabinett beraten wurde, ist Zufall. Der Termin war schon von längerer Zeit festgelegt worden

De Maizière hatte bereits am Wochenende in einem DLF-Interview klargemacht, dass er weiter in Drohnen investieren will: "Das ist eine riesige Zukunftstechnologie in Deutschland und Europa. Wir können und sollten uns davon nicht abkoppeln", sagte der CDU-Politiker. Bei den MALE-Drohnen könnten aber dieselben Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum auftauchen wie beim "Euro Hawk". Die MALE-Drohnen, die de Maizière erwerben will, gibt es bislang nur in den USA und Israel. Das Verteidigungsministerium führt seit einiger Zeit Gespräche mit Rüstungsfirmen über die Drohnen-Typen "Predator" und "Heron".

Die Opposition will vom Verteidigungsminister nicht nur wissen, wie hoch die bisherigen Investitionen in den "Euro Hawk" gewesen sind. Beobachter stellen auch die Frage, ob es einen früheren Ausweg aus dem Projekt hätte geben können. Abgeordnete sehen sich inzwischen mit der Fülle teils widersprüchlicher Informationen überfordert. "Ich versteh' langsam gar nichts mehr", sagte der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold dem "Tagesspiegel".


Mehr auf dradio.de:

De Maizière soll Drohnenprojekt noch 2012 gefördert haben -
Hielt das Verteidigungsministerium Informationen zurück?
Skepsis gegenüber Drohnen wächst -
Auch Koalitionspolitiker fordern Stopp deutscher Beteiligung an "Global Hawk"


Letzte Änderung: 30.05.2013 13:40 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 23:30 Uhr
Sportgespräch
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 23:05 Uhr
Fazit
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 20:05 Uhr
DRadio Wissen Lärm
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Sportgespräch: Der Erste unter Gleichen - Mythos Schlagmann

Sendezeit: 16.06.2013, 23:30

Flutbekämpfung kommt voran

Sendezeit: 16.06.2013, 23:25

Wenn der Wu Tang-Clan auf die Beatles trifft: "Mash-Up Alben" auf dem Vormarsch

Sendezeit: 16.06.2013, 23:22

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link