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AKTUELL VOM 04.06.2013
Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Bild: picture alliance / Sven Simon) Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Bild: picture alliance / Sven Simon)

Sibylle Lewitscharoff erhält Büchner-Preis

Jury lobt "erzählerische Fantasie" und "sprachliche Erfindungskraft"

Der Büchner-Preis gilt als wichtigste deutsche Literaturauszeichung und geht in diesem Jahr an die Berliner Autorin Sibylle Lewitscharoff. Bekannt wurde sie mit Romanen wie "Pong" (1998), "Consummatus" (2006) oder "Blumenberg" (2011).

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff wird in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt, wie die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mitteilte. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Er wird am 26. Oktober in Darmstadt verliehen.

"In ihren Romanen hat Sibylle Lewitscharoff mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Fantasie und sprachlicher Erfindungskraft die Grenzen dessen, was wir für unsere alltägliche Wirklichkeit halten, neu erkundet und infrage gestellt", lobte die Jury. Ihre Texte vertieften und erweiterten die genaue Wahrnehmung der deutschen Gegenwart in Bereiche des Satirischen, Legendenhaften und Fantastischen.

Lewitscharoff wurde in Stuttgart geboren und studierte Religionswissenschaften in Berlin. 1994 veröffentlichte sie ihr erstes Buch "36 Gerechte". Bekannt wurde sie mit ihrem Roman "Pong" (1998). Zu ihren weiteren Werken gehören "Montgomery" (2003), "Consummatus" (2006), "Apostoloff" (2009) und "Blumenberg" (2011). Zuletzt erschienen ihre 2011 in Frankfurt am Main und Zürich gehaltenen Poetikvorlesungen in dem Band "Vom Guten, Wahren und Schönen" (2012).

Programmhinweis - Deutschlandradio Kultur:
Live-Interview mit Sibylle Lewitscharoff anlässlich der Büchner-Preis-Verleihung an die Autorin heute um 16.07 Uhr im Deutschlandradio Kultur!

Belesene, gelehrte und meinungsstarke Schriftstellerin

In all ihren Romanen geht es um Männer, "Einzelgänger, die mit dem Rücken zur Welt leben", sagte die Literaturkritikerin Ursula März im Deutschlandradio Kultur. Sie würdigte Sibylle Lewitscharoff als außerordentlich belesene, gelehrte und meinungsstarke Schriftstellerin.

Sie habe "eine ganz eigene Sprache", die einerseits "sehr zupackend" und "vital" sei - und zugleich sei Lewitscharoff eine "Worterfinderin". Viele Substantive, Adjektive, Verben und Satzstellungen, die sie verwende, gebe es so nur bei ihr. Vor allem aber überschreite sie in ihren Romanen die empirische Welt. So sei, wie die Autorin selbst sage, das Ziel ihrer Bücher das "Gespräch mit den Toten".

Sibylle Lewitscharoff arbeitet auch als Grafikerin und Zeichnerin. In diesem Sommersemester hat sie die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel inne.

Der Büchner-Preis - benannt nach dem Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Freiheitskämpfer Georg Büchner (1813-1837) - wird seit 1923 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen Gottfried Benn (1951), Erich Kästner (1957), Günter Grass (1965), Heinrich Böll (1967), Friedrich Dürrenmatt (1986), Elfriede Jelinek (1998) oder Friedrich Christian Delius (2011). 2012 wurde die Schriftstellerin Felicitas Hoppe ausgezeichnet.


Mehr auf dradio.de:

Ordnungskasper auch beim Schreiben - Werkstattporträt 1: Woran die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff gerade arbeitet
Vom Papier auf die Bühne - Sibylle Lewitscharoffs erstes Theaterstück "Vor dem Gericht" in Mannheim uraufgeführt


Letzte Änderung: 07.06.2013 08:11 Uhr

 

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