Der UN-Sicherheitsrat hat die Kämpfe zwischen syrischen Rebellen und regierungstreuen Streitkräften auf den Golanhöhen scharf verurteilt. Die Sicherheit von UN-Mitarbeitern müsse gewährleistet sein. Man sei besorgt, dass die militärischen Operationen den seit langem anhaltenden Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel gefährden könnten.
Erstmals seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011 war es gestern syrischen Rebellen kurzfristig gelungen, die Kontrolle über den Grenzposten zu erlangen. Nachdem zwei Blauhelm-Soldaten verletzt worden waren, gab Österreich angesichts der labilen Sicherheitslage bekannt, es werde seine 380 Soldaten aus dem Gebiet abziehen. Die UNDOF-Mission umfasst insgesamt 900 Soldaten.
Der Abzug der Österreicher stelle den Sicherheitsrat vor ein großes Problem, meint Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Die Überwachung des Waffenstillstands sei angesichts der Kämpfe in Syrien wichtig, um das Übergreifen auf andere Länder zu verhindern.
In den vergangenen Monaten hatten bereits Japan und Kroatien ihre Soldaten zurückgeholt. Nach einem österreichischen Abzug stellen noch Indien und die Philippinen Truppen. Bereits in Zusammenhang mit der Diskussion um mögliche Waffenlieferungen an syrische Rebellen hatte Österreich mit einem Abzug seines Kontingents gedroht.
Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg 1967 von Syrien erobert und 1981 annektiert. Das israelische Militär hat Sorge, der Golan könnte von Rebellen und Kämpfern der Al Kaida als Ausgangspunkt für Angriffe auf Israel genutzt werden.
Die angespannte Lage auf den Golanhöhen wird den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heute Abend auch auf einer Sondersitzung beschäftigen.
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Letzte Änderung: 10.06.2013 14:40 Uhr
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