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AKTUELL VOM 10.06.2013
Nordkorea zeigt sich gesprächsbereit. (Bild: picture alliance / dpa / Yohnap) Nordkorea zeigt sich gesprächsbereit. (Bild: picture alliance / dpa / Yohnap)

Nord- und Südkorea wollen wieder miteinander reden

Beratungen über Wirtschaftsprojekte und humanitäre Fragen

17 Stunden diskutierten die Unterhändler, dann verkündeten Vertreter beider Seiten: Es soll wieder Gespräche zwischen den beiden Regierungen geben - zum ersten Mal seit sechs Jahren. Dabei soll es unter anderem um die Zukunft der Sonderwirtschaftszone Kaesong gehen.

Das Vorbereitungstreffen der Vertreter Nord- und Südkoreas war das erste seit mehr als zwei Jahren - die Verhandlungspartner hatten einen Grenzort in der demilitarisierten Zone für ihre Gespräche gewählt. Nach stundenlangem Ringen einigten sich beide Länder auf den Rahmen für neue Verhandlungen.

Der Vorschlag des Südens für ein Treffen auf Ministerebene stieß beim kommunistischen Norden auf Widerstand. Jetzt soll es kommenden Mittwoch und Donnerstag schlicht "Gespräche auf Regierungsebene" in Seoul geben. Welches Land welche Offizielle schickt, ist noch unklar.

Nordkorea überraschend auf Entspannungskurs

Beide Länder wollen vor allem beraten, wie es mit der gemeinsamen Sonderwirtschaftszone Kaesong weitergeht. Nordkorea hatte die Region auf seinem Gebiet im April geschlossen, seine rund 53.000 Arbeiter nach Hause geschickt und auch die südkoreanischen Arbeiter ausgewiesen. Seitdem steht dort der Betrieb still - ein Problem vor allem für den verarmten Norden. Als weitere Themen der Gespräche stehen die Zusammenführung von Familien auf dem Plan, die im Krieg getrennt wurden, sowie Reisen von südkoreanischen Touristen ins Kumgang-Gebirge. Dort war Mitte 2008 ein Südkoreaner von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen worden. Auf weitere Einzelheiten der Gespräche wollen sich Nord- und Südkorea noch verständigen.

Schon in den vergangenen Tagen hatte sich Nordkorea überraschend um eine Entspannung im Korea-Konflikt bemüht: Ende vergangener Woche hatte die Führung die ständige Telefonverbindung mit dem Süden wieder aktiviert, die seit März gekappt war, und sich gesprächsbereit gezeigt. In den Monaten davor war der Ton deutlich schärfer: Die nordkoreanische Führung hatte Südkorea und den USA mit Atomangriffen gedroht und mehrfach Raketentests durchgeführt. Der Norden reagierte damit auf schärfere UN-Sanktionen und gemeinsame Übungen des südkoreanischen und US-Militärs.

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Letzte Änderung: 18:25 Uhr