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AKTUELL VOM 10.06.2013
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sein Zwölferteam komplettiert. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sein Zwölferteam komplettiert.

Steinbrücks Schattenkabinett ist komplett

Ex-"Bild"-Journalist wird neuer Sprecher Steinbrücks

Peer Steinbrück wird unter anderem mit der früheren saarländischen Finanzministerin Christiane Krajewski in den Wahlkampf ziehen. Für Wirbel sorgte die Entlassung des Sprechers. Ein Nachfolger ist aber bereits gefunden.

Es ist ein Tag der Personalien für Peer Steinbrück. Die Investmentbankerin Christiane Krajewski war bis 1999 Finanzministerin im Saarland und eine politische Weggefährtin von Oskar Lafontaine, damals noch SPD-Politiker und Ministerpräsident. Derzeit arbeitet sie für eine Frankfurter Investmentbank. Im Wahlkampfteam soll sie sich um das Thema Wirtschaft kümmern.

Steinbrück setzt sich selbst bei Außenpolitik und Wirtschaft

Für die Entwicklungspolitik benannte Steinbrück Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt. Als Kulturfachmann stößt Oliver Scheytt zum SPD-Kanzlerkandidaten. Er ist Geschäftsführer der "Ruhr 2010"-GmbH, die das Ruhrgebiet als europäische Kulturhauptstadt präsentiert hatte. Seine Nominierung war schon am Abend bekannt geworden.

Steinbrück selbst will sich das Themenfeld Außenpolitik kümmern - für diesen Bereich benannte er bewusst kein gesondertes Team-Mitglied. Das komplette Wahlkampfteam wird auf Steinbrücks Internetseite präsentiert. Am Montag fand in Berlin auch ein öffentlicher Auftritt statt. In der Gruppe finden sich unter anderem der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, die frühere Bundesministerin Brigitte Zypries (für den Verbraucherschutz) und die Bremer Integrationsforscherin Yasemin Karakasoglu.

Sprecher Donnermeyer geht, Ex-"Bild"-Journalist kommt

Unterdessen hat sich Steinbrück etwa 100 Tage vor der Bundestagswahl von seinem Sprecher Michael Donnermeyer getrennt. An seine Stelle soll der ehemalige Hauptstadtbüroleiter der "Bild"-Zeitung, Rolf Kleine, treten. Das bestätigte der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin. Die Entlassung Donnermeyers sei "eine ziemliche harte und schwierige Entscheidung gewesen", so Steinbrück. Der Wahlkampf habe aber "höchsten professionellen Abwägungen zu folgen".

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Unzufriedenheit in der SPD über Kommunikationspannen in Steinbrücks Kampagne gegeben - etwa die Aussagen zum Gehalt eines Bundeskanzlers, die zum Teil Donnermeyers mangelhaftem Mitwirken angelastet wurden.


Letzte Änderung: 18:53 Uhr

 

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