Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 24.03.2004
Bundespräsident Johannes Rau (Bild: AP) Bundespräsident Johannes Rau (Bild: AP)

Rau bricht Afrikareise ab

Terrordrohung gegen deutschen Bundespräsidenten

Bundespräsident Johannes Rau hat seinen geplanten Besuch bei den in Dschibuti stationierten Bundeswehrsoldaten wegen Terrorwarnungen abgesagt. Nach Erkenntnissen von Geheimdiensten planten islamistische Gruppen einen Mordanschlag auf den Bundespräsidenten.

Mit dem deutschen Staatsoberhaupt hätte der führende Repräsentant eines westlichen Staates getroffen werden sollen, teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit.

Vor Journalisten sagte Rau am Dienstagabend in Daressalam, es habe bereits vor drei Tagen erste Warnungen gegeben, die jetzt verstärkt worden seien. Er werde seine Reisepläne auch in Zukunft nicht von Terroristen diktieren lassen, ein Festhalten an dem Besuchsprogramm hätte aber viele Menschen in erhebliche Gefahr gebracht, betonte Rau. "Das Risiko sei nicht zu vertreten gewesen." Gerade jetzt müssten wir erleben, welche unberechenbare Gefahr vom internationalen Terrorismus ausgehe. Umso wichtiger sei der Einsatz der Männer und Frauen, die am Horn von Afrika und an anderen Orten der Welt den Frieden sicherten. Rau wird heute von Tansania direkt nach Berlin fliegen.

In Dschibuti wollte Rau zum Abschluss seiner achttägigen Auslandsreise den Präsidenten des Landes und die Bundeswehrsoldaten besuchen, die am Anti-Terror-Einsatz "Enduring Freedom" teilnehmen. Der Besuch Raus auf der Fregatte Augsburg hätte genau zu dem Zeitpunkt stattfinden sollen, an dem in Madrid der Staatsakt zum Gedenken an die Opfer vom 11. März stattfinden soll.

Dschibuti von Rau-Absage überrascht

Der Kommunikationsminister von Dschibuti zeigte sich überrascht von der Entscheidung des Bundespräsidenten. Die örtlichen Sicherheitsbehörden hätten keine Anhaltspunkte für ein Risiko. Ein Sprecher der US-Truppen in Dschibuti sagte zu der Anschlagswarnung: "Das ist uns neu."

Schily sieht regionale Hintergründe

Bundesinnenminister Otto Schily sagte zu der Attentatsandrohung, die deutschen Sicherheitsbehörden hätten die Hinweise auf einen Anschlag sehr genau geprüft. Im Ergebnis sei Rau empfohlen worden, die Reise nach Dschibuti nicht anzutreten. Den Hintergrund für ein mögliches Attentat auf das deutsche Staatsoberhaupt bewertete Schily als regional und könne nicht ohne weiteres auf andere Situationen übertragen werden. Zugleich betonte Schily, man müsse sich darauf einstellen, dass sich derartige Drohungen auch auf Europa erstreckten.


Letzte Änderung: 26.01.2006 06:45 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 02:05 Uhr
Nachtkonzert vom DLF
Nächste Sendung: 03:00 Uhr
Nachrichten

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 02:05 Uhr
Tonart
Nächste Sendung: 05:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 00:05 Uhr
DJ Wissen
Nächste Sendung: 05:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Ist der Bundespräsident reif für den Rücktritt?

Sendezeit: 13.02.2012, 01:05

Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons 12.02.2012

Sendezeit: 12.02.2012, 23:55

Wien, Burgtheater, Kasino: Luis Buñuel "Der Würgeengel" Regie: Martin Wuttke

Sendezeit: 12.02.2012, 23:52

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link