Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 25.08.2004
Ein Fensterputzer putzt Scheiben im Regierungsviertel vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Bild: AP) Ein Fensterputzer putzt Scheiben im Regierungsviertel vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Bild: AP)

Diskussion um Mindestlöhne

Vorschlag bei Gewerkschaften umstritten

In der Debatte über die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne hat DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer eine Zustimmung der Gewerkschaften für einzelne Branchen nicht ausgeschlossen. Es bestehe Konsens im DGB, dass Wünsche der von Einzelgewerkschaften in dieser Frage von den anderen akzeptiert würden, sagte Putzhammer dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt".

Der Vorsitzende der IG Bauen, Agrar, Umwelt, Klaus Wiesehügel, plädierte dafür, Verhandlungen über Mindestlöhne weiterhin allein den Tarifparteien zu überlassen. Der Staat solle sich bei der Festlegung der Höhe heraushalten, sagte Wiesehügel. Sonst bestehe die Gefahr, dass Mindestlöhne unter dem Druck von Lobbygruppen gesenkt würden.
Interview mit Klaus Wiesehügel

Auch das ehemalige Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jürgen Kromphardt, lehnte gesetzliche Mindestlöhne ab. Staatliche Eingriffe seien keine Lösung, sagte Kromphardt im Deutschlandfunk. Er fügte hinzu, durch eine solche Regelung würden zudem keine neuen Arbeitsstellen geschaffen.
Interview mit Jürgen Kromphardt

Gesamtmetall und IG Metall lehnen Mindestlöhne ab

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Industriegewerkschaft Metall haben die Einführung gesetzlich festgelegter Mindestlöhne abgelehnt. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte, die Debatte sei eine Nebelkerze. Tatsächlich gehe es darum, Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zurückzuführen. Dies werde oft nicht möglich sein, wenn Tariflöhne gezahlt werden müssten.

IG-Metall-Chef Jürgen Peters schlug vor, statt eines Mindestlohns die ortsüblichen Gehälter, die in den Tarifverträgen festgeschrieben seien, als Maßstab für eine "Allgemeinverbindlichkeitserklärung" zu nehmen. Das wäre eine Lösung ohne Eingriff in die Tarifautonomie, die auch unter den Gewerkschaften konsensfähig wäre.

SPD will im Herbst entscheiden

Bundeskanzler Gerhard Schröder hält die Diskussion über Mindestlöhne grundsätzlich für richtig. Man müsse jedoch überlegen, welche Auswirkungen ein solcher Schritt auf die Tarifautonomie hätte, sagte er in Wittenberge. Die SPD-Führung will sich in dieser Frage im Spätherbst auf eine gemeinsame Linie festlegen. Die CDU lehnt Mindestlöhne ab. Generalsekretär Laurenz Meyer sprach in Berlin von einem Ablenkungsmanöver aus den Reihen der Sozialdemokraten.



Letzte Änderung: 26.01.2006 06:45 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 05:00:
Nachrichten
Nächste Sendung: 05:05:
Klassik am Morgen

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 05:00:
Nachrichten
Nächste Sendung: 05:05:
Ortszeit

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Mauersplitter 21.11.09

Sendezeit: 20.11.2009, 23:55

Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons

Sendezeit: 20.11.2009, 23:52

Presseschau Live

Sendezeit: 20.11.2009, 23:51

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link