Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 20.08.2004
Therapeutisches Klonen weiterhin in der Diskussion (Bild: AP) Therapeutisches Klonen weiterhin in der Diskussion (Bild: AP)

Ethikrat beim therapeutischen Klonen weiter gespalten

Keine gemeinsame Position nach zweitägiger Sitzung

Der Nationale Ethikrat hat sich in einer zweitägigen Sitzung nicht auf eine gemeinsame Position für oder gegen das so genannte therapeutische Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken geeinigt. Erst im September will das 25-köpfige Gremium eine Stellungnahme zum Klonen vorlegen. Darin werde es nach Einschätzung des Ethikratmitglieds Hans-Jochen Vogel aber voraussichtlich keine klare Empfehlung zum therapeutischen Klonen geben.

Vogel geht vielmehr davon aus, dass die gemeinsame Stellungnahme lediglich eine Darlegung der drei Grundpositionen enthalten werde, die von einer kategorischen Ablehnung über eine abwägende Position bis hin zu einer befürwortenden Haltung reichten. Hintergrund der jüngsten Debatte im Ethikrat zum therapeutischen Klonen ist eine Genehmigung des Klonens von Embryos zu medizinischen Zwecken in Großbritannien. In der vergangenen Woche hatte ein großer Teil der Ratsmitglieder angedeutet, dass er das Klonen menschlicher Embryonen für Forschungszwecke unter strengen Auflagen gerne zulassen würde.

Der deutsche Stammzellforscher Otmar Wiestler hält es für wenig überraschend, dass der nationale Ethikrat keine einheitliche Empfehlung abgegeben hat. Wiestler äußerte sich in diesem Zusammenhang skeptisch, dass das therapeutische Klonen jemals in der Medizin zum Einsatz kommen werde, da wissenschaftliche Gründe dem entgegenstünden.
Das Interview mit Otmar Wiestler im Wortlaut

Der von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzte Ethikrat hatte das therapeutische Klonen am Mittwoch und Donnerstag in Berlin debattiert. Eine gemeinsame Stellungnahme soll es im September geben, was laut Ethikrat der bisherigen Zeitplanung entspricht. Auf eine Abstimmung wird in dieser Frage verzichtet. "Soweit divergierende Voten bestehen, werden diese von den sie jeweils tragenden Mitgliedern unterzeichnet", heißt es dazu in einer Erklärung des Nationalen Ethikrats vom Donnerstag.


Letzte Änderung: 17.02.2006 14:13 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 21:05 Uhr
Konzertdokument der Woche
Nächste Sendung: 23:00 Uhr
Nachrichten

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 20:03 Uhr
Konzert
Nächste Sendung: 22:00 Uhr
Musikfeuilleton

mehr

DRadio Wissen

Seit 20:05 Uhr
DRadio Wissen Lärm
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Kaffee radikal - Neue Kultur für eine alte Bohne

Sendezeit: 12.02.2012, 20:05

"Zartbitter" 25 Jahre Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

Sendezeit: 12.02.2012, 19:44

Kommentar "Der hilflose Umgang mit der Gewalt des Assad-Regimes"

Sendezeit: 12.02.2012, 19:05

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link