Der Iran hat die Resolution des UNO-Sicherheitsrates zur Aussetzung des Atomprogramms als nicht akzeptabel bezeichnet. Nach der Sitzung eines Parlamentsausschusses erklärte ein Sprecher in Teheran, die UNO-Entschließung habe keinerlei rechtliche Grundlage.
In der Resolution wird der iranischen Regierung eine Frist bis Ende August gesetzt, um die umstrittene Uran-Anreicherung einzustellen. Alle UN-Mitgliedsstaaten wurden vom Sicherheitsrat aufgefordert, dem Iran nichts zu liefern, was das Land für seine Urananreicherung gebrauchen könnte. Sollte die iranische Regierung die Forderungen des Sicherheitsrates nicht erfüllen, sind diplomatische und wirtschaftliche Strafen denkbar.
Die IAEA müsse das Recht haben, die Umsetzung der Forderungen zu kontrollieren, heißt es in der Resolution 1696 weiter. Der Sicherheitsrat sei "ernsthaft besorgt" über Irans bisherige Weigerung, mit der IAEA ausreichend zusammenzuarbeiten.
Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer hält sich derzeit in Teheran auf. Dort wird er unter anderem mit Außenminister Mottaki sprechen. Von Seiten des Außenamtes wurde der Besuch Fischers als privat eingestuft und nicht weiter kommentiert.
Letzte Änderung: 05.08.2006 09:45 Uhr
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