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AKTUELL VOM 28.11.2006
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (Bild: AP) Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (Bild: AP)

NATO sucht nach neuer Strategie für Afghanistan

Deutschland lehnt Ausweitung des Einsatzes ab

Die Entwicklung in Afghanistan steht im Mittelpunkt des zweitägigen Nato-Gipfels, der heute in der lettischen Hauptstadt Riga beginnt. Innerhalb der militärischen Führung gibt es Klagen, die Bündnispartner schickten zu wenig Soldaten in den umkämpften Süden des Landes. Die USA fordern von den Alliierten, die Einsatzbeschränkungen für ihre Truppen aufzuheben.

Auch NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer will bei den Staats- und Regierungschefs der 26 Bündnispartner um mehr Truppen für den Süden des Landes werben.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsminister Franz Josef Jung machten vor Beginn des Treffens noch einmal deutlich, dass Deutschland nicht bereit sei, Soldaten dauerhaft als kämpfende Truppe in den Süden Afghanistans zu entsenden. Zentrales Thema müsse vielmehr der Wiederaufbau sein.

Steinmeier erklärte, die Arbeit der Bundeswehr könnte ein Vorbild für andere Regionen sein. Die Kombination aus zivilem Wiederaufbau und militärischem Schutz sei ein Weg, den auch andere NATO-Partner gehen wollten, sagte Steinmeier der "Frankfurter Rundschau". Er rechne nicht damit, dass die Verbündeten eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes auf den Süden verlangten.

Ähnlich äußerte sich Bundesverteidigungsminister Jung. Er gehe davon aus, dass auch die USA und Großbritannien auf einen Strategiewechsel in Afghanistan setzten, sagte Jung im Deutschlandradio Kultur. "Die Amerikaner sind jetzt mit im Boot. Sie haben mir sehr deutlich signalisiert, dass sie gesehen haben, dass unser Prozess, den wir im Norden Afghanistans bereits seit 2003 ein Stück vorantreiben, der erfolgreichere ist." Zugleich warnte der CDU-Politiker vor einem Scheitern der Mission in Afghanistan.


Letzte Änderung: 06.06.2007 03:20 Uhr

 

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