Fünf Jahre nach ihrer Rückkehr als Beutekunst aus Russland zieren die Fenster der Frankfurter Marienkirche wieder das Gotteshaus in der Oderstadt. Die Geschichte der drei Fenster künde von Krieg und Zerstörung, aber auch von Brücken zwischen früheren Gegnern, sagte Oberbürgermeister Martin Patzelt bei einem Festakt zum Wiedereinbau.
Der einzigartige Bilderzyklus aus dem 14. Jahrhundert war nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion gebracht worden. Jahrzehntelang galten die Fenster als verschollen, nach langen Verhandlungen gab Russland sie zurück.
Die Gesamtkosten für Restaurierung und Einbau belaufen sich nach Angaben der Stadt Frankfurt auf rund eine Million Euro. Vier Restauratorinnen waren insgesamt rund 15.500 Stunden mit der Aufarbeitung der mittelalterlichen Kunstwerke befasst.
Nachdem bereits vor zwei Jahren das Christusfenster eingesetzt worden war, folgten in den vergangenen Tagen die 72 Glasbilder des Schöpfungs- und des Antichristfensters. Die zwischen 1360 und 1370 geschaffenen Glasbilder zeigen biblische Szenen. 6 der insgesamt 117 Motive der drei mehr als elf Meter hohen Chorfenster befinden sich noch in Russland. - Ein Bericht über die Rückgabe der Fenster und den Festakt aus "Fazit": "Bilderbibel" am alten Platz
Letzte Änderung: 01.07.2007 18:04 Uhr
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