In Griechenland kämpfen inzwischen Feuerwehrleute aus rund 20 Ländern, darunter Deutschland, gegen die verheerenden Waldbrände. Die meisten ausländischen Helfer sind auf der Halbinsel Peloponnes im Einsatz. Dort sind inzwischen auch drei Löschhubschrauber der Bundeswehr eingetroffen. Viele Brände sind noch nicht unter Kontrolle.
Besonders betroffen ist nach Angaben der Behörden derzeit die Insel Euböa. Dort mussten die etwa 300 Einwohner der Ortschaft Seta in der Nacht zum Dienstag in Sicherheit gebracht werden. Eine kilometerlange Feuerfront bewegt sich vom Hinterland auf die Ägäis zu.
Die Lage in den Bergen der Halbinsel Peloponnes habe sich dagegen etwas entspannt, hieß es. Athen stellte den Betroffenen eine Soforthilfe von mehr als 200 Millionen Euro bereit. Durch die Feuer starben bislang mindestens 64 Menschen. Mehr als 3000 sind obdachlos. Die Regierung in Athen stellte 200 Millionen Euro Soforthilfe bereit.
Der EU-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz erhob Vorwürfe gegen die griechische Regierung. Waldpflege und Waldmanagement seien ganz offensichtlich vernachlässigt worden, sagte das Mitglied des Umweltausschusses im EU-Parlament. Einen Lösungsansatz sieht der Umweltpolitiker darin, Mülldeponien zu verbieten und ausschließlich Müllverbrennungsanlagen zu nutzen. Florenz hofft auf das Engagement des griechischen EU-Umweltkommissars Stavros Dimas: "Der ist in dieser Frage durchaus hart und der wird diese ernsthaften Themen wirklich aufgreifen."
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Der Europapolitiker Jo Leinen von der SPD mahnte einen europäischen Katastrophenschutz an. Um die Brandstiftung einzudämmen sei es wichtig, eine EU-Norm zu etablieren, die die Bebauung dieser Flächen auf Jahre verbiete.
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Die verheerenden Waldbrände haben in der antiken Ausgrabungsstätte von Olympia schwere Zerstörungen angerichtet. Eine dort eigens für zwei Millionen Euro angeschaffte Sprenkleranlage funktionierte nicht.
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Letzte Änderung: 21.06.2008 03:20 Uhr
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