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AKTUELL VOM 04.09.2007
Kurt Beck ist als Parteichef nicht unumstritten. (Bild: AP) Kurt Beck ist als Parteichef nicht unumstritten. (Bild: AP)

Sozialdemokraten wollen zusammenhalten

Führende Sozialdemokraten stellen sich hinter Kurt Beck

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat nach parteiinterner Kritik an seinem Führungsstil Unterstützung von führenden Sozialdemokraten bekommen. Der Chef der Bundestagsfraktion, Peter Struck, mahnte die SPD bei einer Parteikonferenz in Saarbrücken zu mehr Zusammenhalt.

Beck habe zurecht darauf hingewiesen, dass es auf den Zusammenhalt in der SPD ankomme. Leider gebe es immer noch zu viele, die den alten Zeiten nachtrauerten und insbesondere die Agenda 2010 rückgängig machen wollten.

Der Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, unterstützte die Position Becks. Dies sei eine klare Ansage, an der sich die Partei orientieren sollte, sagte Kahrs im Deutschlandfunk. (Text / MP3-Audio)

Auch SPD-Vize Elke Ferner begrüßte Becks Äußerungen. Das Machtwort sei notwendig gewesen, sagte Ferner im Deutschlandradio Kultur. Häufig sei in letzter Zeit Kritik, ob berechtigt oder unberechtigt, nicht in den Parteigremien angesprochen worden, wo es angebracht gewesen wäre. Es sei kein guter Stil, Kritik in die Öffentlichkeit zu tragen und Sticheleien hintenherum anzufangen. (Text / MP3-Audio)

Machtwort des Parteichefs

Kurt Beck hatte die Sozialdemokraten nach parteiinterner Kritik an seinem Führungsstil zu Geschlossenheit aufgerufen. Es gebe einige Leute in der dritten und vierten Reihe, die mehr oder weniger Intelligentes erzählten - auf jeden Fall Unverantwortliches, sagte Beck im ARD-Fernsehen.

Beck betonte, er werde es nicht zulassen, dass die inzwischen Früchte tragende Aufbauarbeit immer wieder durch solche Zwischenrufe gestört werde. Nach Darstellungvon Sitzungsteilnehmern war dem Beck-Interview in den "Tagesthemen" ein Wutausbruch in einer Sitzung des SPD-Parteirats vorausgegangen. (MP3-Audio, Bericht von Frank Capellan)

Die SPD-Linke Andrea Nahles sagte zu Beck im ARD-"Morgenmagazin": "Es war mal nötig, dass er klar gemacht hat, wo der Hammer hängt." Am Montag hatte Nahles im Deutschlandfunk die Partei vor Flügelkämpfen gewarnt. Nahles äußerte zugleich Kritik an einem von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Finanzminister Peer Steinbrück und Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck herausgegebenen Buch zum Kurs der SPD, in dem für die Fortsetzung des unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder eingeleiteten Agenda-2010-Reformkurses geworben wird. (Text / MP3-Audio)


Letzte Änderung: 21.06.2008 03:20 Uhr

 

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