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AKTUELL VOM 02.10.2007
Die Firma Grameen Shakti fördert die Verbreitung von Solartechnik in Dörfern. (Bild: Right Livelihood Award Foundation) Die Firma Grameen Shakti fördert die Verbreitung von Solartechnik in Dörfern. (Bild: Right Livelihood Award Foundation)

Alternative Nobelpreise vergeben

"Right Livelihood Award" würdigt soziale Leistungen

Mit den Alternativen Nobelpreisen werden in diesem Jahr Preisträger aus Sri Lanka, Kenia, Kanada und Bangladesch ausgezeichnet. Wie die Stiftung "Right Livelihood Award" heute in Stockholm mitteilte, werden die vier Gewinner für "ihre praktischen Lösungsvorschläge zu drängenden globalen Problemen" geehrt.

Die Preisträger im Einzelnen:

Der Jurist Christopher Weeramatry aus Sri Lanka wurde von der Jury für seine "seine lebenslange bahnbrechende Arbeit für die Stärkung und Ausweitung des Völkerrechts" ausgezeichnet.

Die Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi aus Kenia hat sich erfolgreich für Frieden und Konfliktlösung an vielen Krisenherden der Welt eingesetzt. Sie habe gezeigt, wie religiöse Differenzen auch nach gewalttätigen Konflikten beigelegt werden können.

Das Ehepaar Percy und Louise Schmeiser aus Kanada hat die Welt auf die Gefahr für Landwirtschaft und Artenvielfalt aufmerksam gemacht, die von gentechnisch manipuliertem Saatgut ausgeht. Die Jury würdigt die Schmeisers "für ihren Mut bei der Verteidigung der Artenvielfalt und der Rechte der Bauern".

Die Firma Grameen Shakti aus Bangladesch hat gezeigt, wie durch schnelle und massive Verbreitung von Solartechnik eine kostengünstige und klimafreundliche Energieversorgung für die arme dörfliche Bevölkerung realisiert werden kann.

Die eigentliche feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember im schwedischen Parlament in Stockholm statt.

Kritik an traditionellen Nobelpreisen

Der Alternative Nobelpreis, offiziell "Right Livelihood Award", wurde 1980 vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll gestiftet und ist mit insgesamt 220.000 Euro dotiert. Im Gegensatz zum Nobelpreis sind hierbei keine wissenschaftlichen Spitzenleistungen gefragt, sondern soziale Errungenschaften. Der "Right Livelihood Award" versteht sich ausdrücklich als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen, deren Träger nächste Woche verkündet werden.


Letzte Änderung: 21.06.2008 03:20 Uhr

 

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