Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will am Freitag von acht bis elf Uhr den Bahnverkehr bestreiken. Geplant ist ein bundesweiter Streik im Fern-, Güter- und Nahverkehr sowie bei den S-Bahnen.
"Wir wollen mit diesem befristeten Arbeitskampf ein Signal setzen. Die Deutsche Bahn soll sich nun endlich bewegen", sagte GDL-Chef Manfred Schell. Wenn die Bahn bis Anfang kommender Woche kein verhandlungsfähiges Angebot vorlege, müsse sie sich auf einen weiteren Arbeitskampf einstellen, erklärte Schell. Dieser könne in der kommenden Woche stattfinden.
Die Deutsche Bahn erklärte dazu lediglich, die Entscheidungen der GDL seien für den Konzern nicht mehr von Interesse. Ein Sprecher verwies auf einen Notfallplan des Unternehmens. Danach sollen auf den Fernstrecken zwei Drittel aller Züge verkehren, im Regionalverkehr soll jede zweite Verbindung gewährleistet werden.
Der Notfallplan soll am Freitag ab Betriebsbeginn gelten. Für Kunden wird die Zugbindung aufgehoben, so dass sie auch eine andere als die bezahlte Verbindung nutzen können. Für ausgefallene Fahrten will die Bahn bis Ende Oktober das Geld erstatten.
Unterdessen setzt sich zurzeit das Arbeitsgericht Chemnitz mit der Frage auseinander, ob die GDL am Freitag den Personen- und Güterverkehr bestreiken darf. Die Bahn will die angedrohten Streiks erneut gerichtlich verbieten lassen. Noch am Donnerstagabend wird mit einem Beschluss des Arbeitsgerichts Chemnitz gerechnet.
Letzte Änderung: 05.10.2007 09:52 Uhr
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