Die Autorin Julia Franck erhält den Deutschen Buchpreis für den besten aktuellen Roman. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde vom Börsenverein des deutschen Buchhandels ins Leben gerufen. Franck nahm den Preis im Frankfurter Römer entgegen. Der Preis wurde zum dritten Mal vergeben.
Ausgezeichnet wurde die 37-jährige Schriftstellerin für ihren Roman "Die Mittagsfrau". Darin erzählt sie die Geschichte einer Frau, die im II. Weltkrieg auf der Flucht ihren Sohn zurücklässt. Vorbild für die Figur der Helene war Francks eigene Großmutter.
Neben Franck waren noch Katja Lange-Müller ("Böse Schafe"),
Thomas Glavinic ("Das bin doch ich"),
Michael Köhlmeier ("Abendland"),
Thomas von Steinaecker ("Wallner beginnt zu fliegen") sowie Martin Mosebach ("Der Mond und das Mädchen") nominiert. Mosebach hat dieses Jahr bereits den renommiertesten Literaturpreis Deutschlands, den Georg-Büchner-Preis, erhalten.
Der Verleger Michael Krüger vom Karl-Hanser-Verlag hob die Notwendigkeit der Auszeichnung neben den anderen Literaturpreisen hervor. Der Preis habe ein großes Renommee und sei mittlerweile eine Marke, da der gesamte Buchhandel dahinter stehe und der deutsche Roman des Jahres gekürt werde, sagte Krüger im Deutschlandradio Kultur. (Text/ MP3-Audio)
Ausgewählt wurden die Titel von einer siebenköpfigen Jury aus Kritikern, Autoren und einem Buchhändler. Bei einer Vorauswahl lasen die Juroren rund 120 Neuerscheinungen.
Letzte Änderung: 09.10.2007 09:40 Uhr
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