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AKTUELL VOM 04.03.2008
Bundeskanzlerin Angela Merkel schaut sich beim Eröffnungsrundgang auf der CeBIT in Hannover ein Navigationssystem an. (Bild: AP) Bundeskanzlerin Angela Merkel schaut sich beim Eröffnungsrundgang auf der CeBIT in Hannover ein Navigationssystem an. (Bild: AP)

Merkel eröffnet CeBIT

Umweltfreundliche Technologien als Schwerpunktthema

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem traditionellen Rundgang die Computermesse CeBIT in Hannover für das Publikum eröffnet. Als erstes besuchte sie den Stand der französischen Computerindustrie. Partnerland der CeBIT ist in diesem Jahr Frankreich.

Merkel hatte die Messe am Montagabend zusammen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy offiziell eröffnet.

Bis Sonntag zeigen knapp 5.900 Aussteller aus 77 Ländern ihre Produkte aus der Informations- und Telekommunikationsindustrie. Das sind rund fünf Prozent weniger Aussteller als im vergangenen Jahr. Zudem wurde die Messe um einen Tag verkürzt und auch die Ausstellungsfläche verkleinert.

Sorgen machen muss sich die Branche dennoch nicht: Der Branchenverband Bitkom rechnet im laufenden Jahr in Deutschland mit einem Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf 145,2 Milliarden Euro. Nur die Telekommunikationsbranche habe mit Wachstumsproblemen zu kämpfen. Sorge bereitet nur der akute Fachkräftemangel: 43 000 Stellen seien unbesetzt, da die entsprechenden Spezialisten fehlten, sagte Bitkom Chef August-Wilhelm Scheer.

"Green IT" als Schwerpunkt


Ein Hauptaugenmerk in diesem Jahr liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz und Klimaschutz in der IT-Branche. Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) spielt aus Sicht von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso eine zentrale Rolle für die europäischen Umweltschutz- und Energiesparziele, wie er zur Eröffnung der CeBIT mitteilte.

Verbesserungen bei der Energieeffizienz sind nach Ansicht von Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung auch dringend nötig: Wer etwa eine Zeitung aus dem Internet herunterlade statt auf Papier zu kaufen, verbrauche so viel Strom wie eine Waschmaschinenladung. Ein Großteil des immensen Energieverbrauchs gehe auf die "archaische" Netzinfrastruktur zurück, insbesondere die Rechenzentren. Deren Wirkungsgrad sei relativ gering. Allein mit verbesserter Gebäudetechnik ergebe sich ein gewaltiges Einsparpotential.
(Text/MP3-Audio)

Programmhinweis: In "Fazit - Kultur vom Tage" hören Sie ab 23.05 Uhr auf Deutschlandradio Kultur einen Beitrag zur CeBIT zum Thema "Digitale Wunschbücher vom ScanRoboter". Die Sendung wird ab 0.05 Uhr im Deutschlandfunk wiederholt.


Letzte Änderung: 05.03.2008 08:55 Uhr

 

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