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AKTUELL VOM 20.09.2008
Bürger protestieren vor der Moschee in Köln-Ehrenfeld gegen eine geplante Busfahrt der rechtsextremen Bürgerbewegung "Pro Köln" an der Moschee vorbei. (Bild: AP) Bürger protestieren vor der Moschee in Köln-Ehrenfeld gegen eine geplante Busfahrt der rechtsextremen Bürgerbewegung "Pro Köln" an der Moschee vorbei. (Bild: AP)

Kölner Polizei untersagt "Anti-Islam"-Kundgebung

Tausende demonstrieren in der Domstadt friedlich gegen "pro Köln"

Mehrere tausend Menschen haben am Vormittag vor dem Kölner Dom gegen den sogenannten Anti-Islamisierungskongress protestiert und damit eine geplante Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung "pro Köln" verhindert. Kölns Oberbürgermeister Norbert Schramma (CDU) sagte vor den Demonstranten, diese Veranstaltung sei nicht willkommen. Den Rechtspopulisten gehe es um Diskriminierung, Angst und Hass. Die Kölner Polizei untersagte in letzter Minute wegen drohender Ausschreitungen die Kundgebung.

Die Veranstaltung gefährde die Sicherheit der Bürger, sagte ein Polizeisprecher. Bis zum vorgesehenen Beginn der Kundgebung um 12.00 Uhr war es nur rund 30 Anhängern von "pro Köln" gelungen, den Versammlungsort zu erreichen. Tausende von Gegendemonstranten hatten in der Innenstadt gegen die Veranstaltung demonstriert und alle Zugangswege blockiert.

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) verurteilte in einer Rede vor dem Dom die geplante Kundgebung von Rechtsradikalen scharf. "Diese braunen Biedermänner sind in Wahrheit Brandstifter, Rassisten im bürgerlichen Zwirn, subtile Angstmacher", warnte er vor mehreren tausend Gegendemonstranten. "Dieser verfaulten Clique des Eurofaschismus, diesen Haiders und Le Pens und wie sie alle heißen, rufe ich zu: Da ist der Ausgang, da geht's nach Hause!"

Auch heute kam es zu Zwischenfällen mit Linksautonomen. Einige Militante hätten versucht, Beamten die Schusswaffen zu entwenden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei habe mit dem Einsatz von Schlagstöcken reagiert.

In der Kölner Altstadt wollte die rechtsgerichtete Gruppierung "Pro Köln" am Mittag unter dem Motto "Stopp Islam" eine Kundgebung veranstalten. Bis zu 50.000 Gegendemonstranten hatten sich in der Domstadt angekündigt.



Letzte Änderung: 21.09.2008 10:49 Uhr

 

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