Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 05.11.2008
Strahlender Sieger: Barack Obama (Bild: AP) Strahlender Sieger: Barack Obama (Bild: AP)

"Der Wandel ist nach Amerika gekommen"

Barack Obama gewinnt US-Präsidentschaftswahl

Historischer Triumph für Barack Obama: Bei der US-Präsidentschaftswahl konnte sich der Kandidat der Demokraten mit deutlichem Vorsprung gegen den Republikaner John McCain durchsetzen. Damit zieht erstmals in der Geschichte der USA ein Afroamerikaner ins Weiße Haus ein. Der 47-Jährige konnte deutlich mehr als die 270 erforderlichen Wahlmänner auf sich vereinigen.

In einer ersten Rede nach dem Wahlsieg betonte Obama: "Der Wandel ist nach Amerika gekommen." Die Wahl habe bewiesen, dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gebe, über alle sozialen und ethnischen Grenzen hinweg, sagte er vor 100.000 Anhängern in seiner Heimatstadt Chicago.

Zugleich betonte er, seine Regierungszeit beginne in einer Zeit großer Herausforderungen mit zwei Kriegen, der schwersten Finanzkrise seit fast 100 Jahren und einem Planeten in höchster Gefahr. Obama beschwor seine Landsleute, über die Parteigrenzen hinweg für das Wohl der Nation zusammenzuarbeiten.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain räumte seine Niederlage ein. Er habe seinem Kontrahenten in einem Telefongespräch zu seinem Wahlsieg gratuliert, sagte McCain. "Das amerikanische Volk hat gesprochen und es hat klar gesprochen. Der Fehler liegt bei mir nicht bei Euch", sagte er von seinen Anhängern. Auch Amtsinhaber George W. Bush gratulierte Obama.

Barack Obama wird am 20. Januar 2009 gemeinsam mit seinem Vize Joe Biden den Amtseid in Washington ablegen. Als 44. Präsident der Vereinigten Staaten löst Obama den Republikaner Bush nach dessen achtjähriger Amtszeit ab.

Die Wahl Obamas trägt nach Ansicht von Karsten Voigt, Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit bei. Wesentliche Aufgaben werden der Klimawandel, das iranische Atomprogramm und die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise sein, sagte Voigt im Deutschlandfunk.

Obama siegt in "Swing States"

Den Grundstein für seinen Triumph hatte Obama mit einer Reihe von Siegen in den sogenannten "Swing States" gelegt. Der schwarze Senator aus Illinois setzte sich in den hart umkämpften Staaten Florida, Virginia, Ohio und Pennsylvania gegen McCain durch.

US-Politologe: "Eine Richtungswahl"

Jackson Janes von der John Hopkins Universität in Washington sieht in der Kür von Obama zum neuen US-Präsidenten eine wichtige Richtungswahl im 21. Jahrhundert. Sein Wahlsieg spiegele die amerikanische Fähigkeit wider, "neu zu denken und neue Wege zu gehen", sagte Janes im Deutschlandradio Kultur.

"Er wird auf die Verbündeten zugehen"

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz, geht davon aus, dass Obama im Umgang mit den Verbündeten stärker als sein Vorgänger auf Diplomatie setzen wird. Allerdings würden die USA auch "fordernder" auftreten und beispielsweise ein stärkeres Engagement in Afghanistan verlangen, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandradio Kultur.

Wahlbeteiligung auf Rekordhöhe

Die Beteiligung am Urnengang war im Vergleich zu anderen Wahlen sehr hoch. In einzelnen Staaten lag sie zwischen 70 und 80 Prozent. Insgesamt sind 213 Millionen Amerikaner wahlberechtigt. Beim Urnengang bildeten sich zum Teil lange Schlangen vor den Wahllokalen. In mehreren Fällen kam es zu Verzögerungen, weil falsche Wahlzettel oder Wählerlisten vorlagen. Zudem kritisierten einige Bürger, dass es nicht genügend Wahlautomaten gegeben habe.

Demokraten gewinnen auch bei Kongresswahlen

Auch im Senat und im Repräsentantenhaus konnten die Demokraten ihre Mehrheit ausbauen. Die Demokraten konnten sechs Republikaner von ihren Mandaten verdrängen und acht Sitze erobern, bei denen der bisherige republikanische Abgeordnete nicht mehr antrat. Umgekehrt mussten sie nur drei Sitze räumen.
Bei der Wahl von 35 der 100 Sitze im Senat gelang es demokratischen Kandidaten, entscheidende Mandate zu erobern, die bisher von den Republikanern gehalten wurden.

Weitere Informationen, Hintergründe und Interviews zur US-Wahl.


Letzte Änderung: 15.05.2009 03:20 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 05:05 Uhr
Informationen am Morgen
Nächste Sendung: 09:00 Uhr
Nachrichten

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 05:05 Uhr
Ortszeit
Nächste Sendung: 09:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 05:05 Uhr
Fazit
Nächste Sendung: 06:00 Uhr
Die Welt in 100 Sekunden

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Abwahl von Oberbürgermeister Sauerland in Duisburg

Sendezeit: 13.02.2012, 05:13

Abwahl Sauerland

Sendezeit: 13.02.2012, 05:10

Griechenland: Krawalle & Sparpaket verabschiedet

Sendezeit: 13.02.2012, 05:07

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link