Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
AKTUELL VOM 11.03.2009
Forensiker und Polizisten stehen vor der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart. (Bild: AP) Forensiker und Polizisten stehen vor der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart. (Bild: AP)

16 Tote bei Amoklauf in Baden-Württemberg

Täter nach Schusswechsel mit Polizei getötet

Bei einem Amoklauf eines 17-Jährigen an der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Der Täter habe bei einem Schusswechsel mit der Polizei auch zwei Passanten getötet, sagte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU).

Der Täter soll gegen 9.30 Uhr in schwarzer Kampfmontur gekleidet das Schulgelände betreten haben. Der Amokläufer sei während des Unterrichts gezielt in zwei Klassenzimmer gegangen und habe um sich geschossen, hieß es. Unter den Opfern befinden sich neun Schüler und drei Lehre.

Nach Angaben der Polizei war der Ex-Schüler anschließend mit einem Auto in das 40 Kilometer entfernte Wendlingen geflohen. Bei einem Schusswechsel des Amokläufers auf dem Gelände eines Supermarktes seien auch zwei Passanten getötet worden, sagte ein Polizeisprecher. Dabei tötete sich der 17-Jährige entgegen früheren Berichten offenbar selbst.

Der Kriminalpsychologe Jens Hoffmann von der Technischen Universität Darmstadt fordert nach dem Amoklauf von Winnenden Krisenteams an Schulen. Seit dem Amoklauf von Erfurt 2002 gebe es eine Flut von Nachahmern, alle Amoklaufversuche hätten hierbei erkennbare Warnsignale. Das Online-DYRIAS-System seiner Forschungsgruppe hätte das Risiko jeder bislang bekannten deutschen und US-amerikanischen Tat voraussehen können, sagte Hoffmann im Deutschlandfunk.

Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Uni Gießen, erklärte, ein Amoklauf sei kein "Zufall" oder eine "spontane Tat". Aus bisherigen Fällen wisse man, dass die Täter in der Regel die Tat oft über Jahre hinweg geplant und vorbereitet hätten, sagte Bannenberg im Deutschlandradio Kultur.

Klaus Hurrelmann betonte im Deutschlandfunk, man brauche in den Schulen neben den Lehrern auch andere Fachkräfte, die sich mit den Entwicklungsproblemen von Kindern und Jugendlichen beschäftigen würden. Dazu gehörten zum Beispiel Schulpsychologen und Sozialarbeiter. (MP3-Audio)


Letzte Änderung: 18.09.2009 03:20 Uhr

 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 23:05 Uhr
Das war der Tag
Nächste Sendung: 23:30 Uhr
Sportgespräch

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 23:05 Uhr
Fazit
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 20:05 Uhr
DRadio Wissen Lärm
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

FIFA Schhlammschlacht und kein Ende - Neue Vorwürfe gegen Jack Warner

Sendezeit: 12.02.2012, 23:25

Zwischen allen Fronten - Kindersoldaten im Osten Kongos

Sendezeit: 12.02.2012, 23:20

Arabische Liga: Chef der Syrien-Beobachtermission zurückgetreten länger

Sendezeit: 12.02.2012, 23:18

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link