Alle reden vom Klimawandel, doch die globale Wasserproblematik hat weitaus bedrohlichere Ausmaße. Die einen verdursten, die anderen ertrinken. Der Nahe Osten und Nordafrika sind heute die Regionen mit dem am stärksten ausgeprägten Wassermangel.
In den nächsten 25 Jahren wird erwartet, dass sich dieser Mangelzustand auf Pakistan, das südliche Afrika sowie auf große Teile Indiens und Chinas ausweitet.
Andererseits wächst die Gefahr vor Sturmfluten und Überschwemmungen. Staudammprojekte und Wasserrechte sorgen für Konflikte. Damit werden auch die Konflikte um Wasser zwischen und innerhalb von Staaten zunehmen. Kriegerische Auseinandersetzungen um das Wasser können die Folge sein.
Ungeklärt sind die Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Haushalten und Industrie sowie ein verschwenderischer Umgang mit Wasser durch multinationale Konzerne und in den Schwellenländern.
Auf dem 34. ZEIT-Forum der Wissenschaft gehen Experten der Frage nach, ob und wie das Wasser als öffentliches Gut geschützt werden kann. Inwieweit greifen die Programme in den unterversorgten Gebieten? Welche Bedeutung kommt der Wissenschaft zu, die Krise um das knappe Gut Wasser zu bewältigen? Was muss weltweit getan werden, um eine gerechte Verteilung von Wasser zu ermöglichen? Wie lässt sich ein intelligenter Umgang mit den Wasserressourcen als Schlüssel zur zukünftigen Sicherung der Welternährung bewerkstelligen?
Diesen Fragen widmeten sich in der Diskussion:
- Prof. Dr. Klaus Töpfer, Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam (ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP)
- Dr. Claus Conzelmann, Vice President for Safety, Health and Environment,
Nestlé S.A. in Vevey/CH
- Prof. Dr. Matthias Klatt, Juniorprofessor für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und Mitglied der Jungen Akademie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Prof. Dr. Ralf Otterpohl, Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der TU Hamburg-Harburg
- Danuta Sacher, Geschäftsführerin, "terre des hommes" Deutschland e.V.
Moderation: Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, "DIE ZEIT" und Ulrich Blumenthal, Leiter Redaktion "Forschung aktuell" , Deutschlandfunk.
Die Veranstaltung wurde eröffnet durch Dr. Willi Steul, Intendant, Deutschlandfunk
Das vollständige Gespräch können Sie mindestens bis zum 1. Oktober 2009 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.
Letzte Änderung: 08.01.2010 03:20 Uhr
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