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Feature  28.11.2009 · 18:05 Uhr
Mitglieder der FDJ singen Arbeiterlieder (Bild: AP) Mitglieder der FDJ singen Arbeiterlieder (Bild: AP)

Kein Plan, nirgends

Wie die letzte DDR-Jugend erwachsen wurde

Von Lotta Wieden

Mit dem Jahr 1989 begann für viele Teenager in der DDR eine Zeit großer Verunsicherung: Sie, die gerade erst damit begonnen hatten, sich abzunabeln von Elternhaus und Schule, erlebten nun den abrupten Umsturz des DDR-Bildungssystems, die Auflösung aller FDJ-Verbände und häufig die Hilflosigkeit ihrer arbeitslos gewordenen Eltern.

Die damals 15-jährige Sonja Mertin fühlt sich noch Jahre nach dem Mauerfall beleidigt, wenn "ihre" DDR als Diktatur bezeichnet wird. Der damals 17-jährige Wolf Albin beweint den Untergang der DDR mit einer Träne in seinem Tagebuch - als Verlust von etwas Vertrautem, einem Zuhause. Und der junge Offizier Reiner Piske kann sich bis heute über jeden abgerissenen Plattenbau in seiner Heimat Hoyerswerda freuen.

Regie: Günter Maurer
Darsteller: Nicole Boguth
Produktion: Südwestrundfunk 2007
Länge: ca. 54'30

Lotta Wieden, geboren 1969 bei Leipzig, studierte Psychologie und Kunstgeschichte, absolvierte anschließend die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Sie arbeitet in Berlin u.a. für "Die Zeit" und den Hörfunk.

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