"meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick.
meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind.
sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax.
und für die fette dragqueen wim -schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel - wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also." (Ginka Steinwachs)
Regie: Götz Naleppa
Komposition: Ignaz Schick
Mit: Natascha Nikeprelevic, Martin Engler, Ginka Steinwachs
Vokalkomposition und Gesang: Natasche Nikeprelevic
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DKultur/RB 2012
Länge: ca. 60"
Ginka Steinwachs, 1942 in Göttingen geboren, Schriftstellerin und Künstlerin. Lebt in Berlin und auf Mallorca. Zuletzt: 'Ludwig Lichterloh' (ORF 2006).
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Gespräch Kathrin Röggla mit Annette Schäfer
Sendezeit: 20.05.2013, 00:59
Ein Film in elf Tagen - südafrikanisches Team bricht Weltrekord
Sendezeit: 19.05.2013, 23:52
Andricgrad - Retortenstadt und steineres Denkmal
Sendezeit: 19.05.2013, 23:47
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