Von "kompositorischen Verirrungen" sprach die Musikkritik zu seinen Lebzeiten. Doch heute gilt Béla Bartók als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Am 25. März 1881 wurde er in Rumänien geboren.
"Die Übertreibungen der Spätromantik begannen unerträglich zu werden. Aber wohin sich wenden?"
Diese Frage stellten sich mit Béla Bartók viele Komponisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Während Arnold Schönberg sich in Wien von der Tonalität löste und Igor Strawinsky sich in Paris mit radikalen Stiländerungen immer wieder neu von der Romantik abzusetzen suchte, schlug Béla Bartók, der am 25. März 1881 in Nagyszentmiklós, einem kleinen Städtchen in Rumänien geboren wurde, einen ganz anderen Weg ein.
Die Volksmusik Osteuropas, ihre archaischen Tonarten und fremdartigen Rhythmen prägen Bartóks persönlichen Stil: In Sonaten und Orchesterstücken, seinen Streichquartetten, den Klavier- und Bühnenwerken.
Einen ersten großen internationalen Erfolg erringt er erst 1923 mit seiner Tanzsuite für Orchester. Neben den großen Kompositionen, wie etwa der Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, entstehen auch seine pädagogischen Werke: Darunter sein "Mikrokosmos", eine Sammlung von 153 progressiv angeordneten Klavierstücken.
Eine schwere Schaffenskrise löst seine Emigration in die USA im Jahr 1940 aus. Nach außen hin wortkarg und stolz, fällt es dem 60-Jährigen schwer, in der Neuen Welt Fuß zu fassen. Er erkrankt an Leukämie, an der er am 26. September 1945 in New York sterben wird.
Beiträge zum Nachhören
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