Das erste Instrument zur Erdbebenmessung wurde im Jahr 132 von dem chinesischen Wissenschaftler Zhang Heng entwickelt. Durch die Erschütterung öffnete sich das Maul eines Drachen und eine kleine Bronzekugel fiel in den Mund eines Frosches.
Die Wissenschaftler vom Kandilli Observatorium in Istanbul benutzen moderne Seismografen, um den westlichen Ausläufer der Nordanatolischen Verwerfung zu kontrollieren. 20 Kilometer südlich von Istanbul im Marmarameer haben sie das potenzielle Epizentrum des Big One, des großen Erdbebens lokalisiert, das große Teile der Metropole am Bosporus zerstören könnte.
Morgen schon oder erst in 30 Jahren. Dass sich die Spannungen zwischen der eurasischen und der anatolischen Platte eines Tages in Form eines starken Bebens lösen, ist unvermeidlich. Die türkische Journalistin Mine Kirikkanat, die japanische Autorin Yoko Tawada und die haitianische Schriftstellerin Yannik Lahens beschreiben in ihren Büchern die psychologische Dimension der Naturkatastrophe Erdbeben. Und sie weisen darauf hin, dass nach Naturereignissen, die innerhalb von Sekunden die Infrastruktur einer ganzen Region zerstören, die Karten im geopolitischen Kräftespiel neu gemischt werden.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons
Sendezeit: 21.05.2013, 23:53
Versailles: "Le Vaisseau Fantôme" und "Fliegender Holländer",
Sendezeit: 21.05.2013, 23:48
Protesttag gegen Kulturabbau in Sachsen-Anhalt
Sendezeit: 21.05.2013, 23:41
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