Ob im Junkie-Milieu, im Pferdesattel oder auf dem elektrischen Stuhl - Gott ist überall dabei. Amerikas Literaten sind stets auf der Suche nach Schuld und Sühne, nach Erlösung und biblischen Bildern. Die Religion ist ein Grundmotiv in der Gegenwartsliteratur in den USA.
Jedes Jahr aufs Neue, so heißt es, nehme der Romancier Cormac McCarthy Herman Melvilles "Moby Dick" zur Hand. Melvilles Buch über den alttestamentarischen Waljäger Ahab ist so etwas wie der Urahn für Schriftsteller wie McCarthy, Denis Johnson oder David Vann, die in ihren Erzählungen spirituelle Stoffe verarbeitetn. Ob im Junkie-Milieu, im Pferdesattel oder auf dem elektrischen Stuhl - Gott ist überall dabei.
Der mörderische Dschungel Vietnams, die karge Schönheit der Wüste, die menschenfeindliche Fauna einer Insel oder der Todestrakt eines Gefängnisses geben die Kulissen ab für Geschichten von den USA als dem gelobten Land, an dem immer wieder gezweifelt wird. Was treibt Amerikas Literaten um, dass sie stets auf der Suche sind nach Schuld und Sühne, nach Erlösung und biblischen Bildern? Sven Ahnert über ein Grundmotiv US-amerikanischer Gegenwartsliteratur.
Beiträge zum Nachhören
Literatur
Breit auf dem Rad- Halluzinogene Substanzen in der Literatur
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Bücherfrühling 3 mit Chr.Schünemann &Jelena Volic, Birk Meinhardt, Nico Bleutge
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