Neben Peter Weiss und Rolf Hochhuth war Heinar Kipphardt einer der wichtigsten Vertreter des Dokumentartheaters. Dennoch stehen seine Stücke nur noch selten auf dem Spielplan; aus dem Deutschunterricht sind sie verschwunden. Warum ist das so? Eine Spurensuche.
Heinar Kipphardt, 1922 in Schlesien geboren, gerät als Schriftsteller der deutschen Teilung immer mehr in Vergessenheit. Am 18. November 2012 jährt sich sein Todestag zum dreißigsten Mal. Als er starb, waren die Berliner Mauer und das geteilte Deutschland eine unverrückbare Realität. Neben Peter Weiss und Rolf Hochhuth ist Heinar Kipphardt ein wichtiger Vertreter des Dokumentartheaters. Stücke wie "In der Sache J. Robert Oppenheimer" oder "Bruder Hitler" begründen seinen Ruhm.
Er gehört zu einer Generation von Künstlern, die auch politisch Stellung bezogen haben, zunächst als Dramaturg am Deutschen Theater in Ostberlin und später an den Münchner Kammerspielen. Wie zieht man Lehren aus der Nazizeit? Kipphardts Erfahrungen werden heute nur noch mit kleiner Münze gehandelt. Seine Stücke stehen sehr selten auf dem Spielplan und sind aus dem Deutschunterricht verschwunden. Warum ist das so? Und ist das auch richtig? Eine Spurensuche.
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