"Das ist mein Land/ von solchem Augenmass/ dass ich es mitnehmen kann/ wenn ich verreise in ein fernes Land." - Wenn der armenische Dichter Howhannes Grigorjan augenzwinkernd von seinem kleinen Land spricht, dann schwingt Geschichte mit.
Das Hochgebirgsland, das sich seit 1991 in staatlicher Unabhängigkeit vom einstigen Vielvölkerstaat Sowjetunion befindet, liegt eingezwängt wie "eine Träne" zwischen Georgien, Aserbaidschan, der Türkei und dem Iran, in einer politisch und wirtschaftlich instabilen Region. Aufteilung, Vertreibung und Genozid haben dazu geführt, dass heute zehn Millionen Armenier in der Diaspora leben.
Auf der Suche nach Identität in den neuen Landesgrenzen beruft sich Armenien auf die Jahrtausende alte christliche Kultur, die ein eigenes Alphabet und bedeutende Kunst- und Handschriftensammlungen einschließt, aufbewahrt im legendären Matenadaran. Vom einstigen Glanz armenischer Kultur können die heutigen Schriftsteller, Verleger und Buchhändler jedoch kaum profitieren. Dennoch schreiben sie gegen die allgemeine Lethargie an, suchen neue Wege für ihre Bücher.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Kulturtipp - Samstag, 21.11.2009 - 07.20 Uhr
Sendezeit: 21.11.2009, 07:17
Wettskandal, Honigstein, Raphael, SZ
Sendezeit: 21.11.2009, 07:10
Aus den Feuilletons
Sendezeit: 21.11.2009, 06:38
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