"True crime", in den angelsächsischen und skandinavischen Ländern seit langem ein etabliertes literarisches Genre, hat sich inzwischen auch auf dem niederländischen Buchmarkt als äußerst erfolgreiches Konzept erwiesen.
Ausgelöst wurde das große öffentliche Interesse an den wahren Geschichten durch Konflikte zwischen rivalisierenden Mafiaorganisationen, die zu einem regelrechten Krieg in der Amsterdamer Unterwelt und zu zahlreichen Morden geführt haben. Liquidierte Mafiagrößen bekamen nicht selten Begräbnisse ausgerichtet, die denen eines Staatmannes würdig gewesen wären.
Die Abgründe hinter solchen "Events", die Verschmelzung von "Ober-" und "Unterwelt" regt die Phantasie der Schriftsteller und Leser an. In Koud Bloed - Kaltes Blut, einer literarisch-journalistischen Vierteljahreszeitschrift, haben die Autoren sich nunmehr ein eigenes Forum geschaffen. Auch bekannte niederländische Schriftsteller wie A.F. Th. van der Heijden oder Kees van Beijnum publizieren hier Erzählungen in bester True-Crime-Tradition.
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