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Neonlicht  18.11.2012 · 13:30 Uhr
In London leben 20.000 Menschen als Hausbesetzer. (Bild: AP Archiv) In London leben 20.000 Menschen als Hausbesetzer. (Bild: AP Archiv)

Aussteigen und träumen

Das Neonlicht begegnet in dieser Woche Menschen, die alles dafür tun, um dem Mainstream zu entfliehen: Hausbesetzern in London, Anhängern einer utopischen Wohnidee mitten in der Würte und Künstlern, die einen zugigen U-Bahnhof einer konventionellen Konzertbühne vorziehen. Außerdem fragen wir uns, warum ausgrechnet jetzt das Einstecktuck zum modischen Must-have avanciert.

Achtung Hausbesetzer!
Von Erik Albrecht
The Clash haben es getan. Boy George hat es getan. Selbst der ein oder andere britische Millionär hat so auf seine erste Million gewartet. Hausbesetzen hat in England Tradition. Manche wollen die ersten Squats schon im 14. Jahrhundert ausgemacht haben. Heute leben 20.000 Menschen als Hausbesetzer. Und warum auch nicht? Für viele junge Leute ist es die einzige Möglichkeit, im teuren London Fuß zu fassen. Doch jetzt geht die Regierung per Gesetz gegen Squatter vor.

Bühne im Untergrund
Von Andre Zantow
Die größte Bühne New Yorks ist nicht der Madison Square Garden oder die Metropolitain Opera, sondern die U-Bahn. Etwa 7500 Auftritte von Musikern finden hier jedes Jahr statt - von Bands und Soloisten, die extra einen Aufnahmetest bestehen müssen. Erst dann dürfen sie offiziell in der New Yorker U-Bahn spielen. So ist der Abstieg in die oft dreckigen, engen, lauten Gänge für viele Musiker sogar eine Ehre.

Wohnexperimente in der Wüste
Von Thomas Migge
Mitten in die Wüste Arizonas baute der italienische Architekt Paolo Soleri in den 1970er-Jahren eine alternative Stadt: futuristisch anmutende, kastenförmige Bauwerke, in der bis zu 5000 Menschen zusammen leben und arbeiten sollten. Ohne Autofahrerkultur, Lärm und Gestank. Die Architektur ist beständig. Der Traum von der Riesenkommune indes ist nicht in Erfüllung gegangen.

Die Rückkehr des Einstecktuchs
Von Katja Bigalke
Es ist wieder da, das kleine Stückchen Stoff, das aus der Brusttasche des Herrensakkos hervorlugt. Unifarben, gestreift, mit Pünktchen oder Paisleymustern - das Pochette, Handkerchief oder ganz einfach Einstecktuch wird wieder getragen. Und zwar nicht nur von älteren Herren. Ob anstelle der Krawatte oder als ihr farbiges Gegenstück, ob zu Chinos und T-Shirt oder zum eleganten Dreiteiler - das Einstecktuch ist das neue Schmuckstück des Mannes. Bleibt nur die Frage, warum?

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