Nach dem Morden am Platz des Himmlischen Friedens 1989 und der Veröffentlichung seines Gedichts "Massaker" geriet Liao Yiwu in die Fänge der Staatsmacht. Vier Jahre war er im Gefängnis, wurde schwer misshandelt und konnte 2011 über Vietnam ins Exil nach Deutschland fliehen. Er wird kommende Woche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
In seinem weltweit erfolgreichen Buch "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser" porträtiert er China von unten, Menschen vom "Bodensatz der Gesellschaft", zu denen der Autor sich ebenfalls zählt und die keine Existenzberechtigung haben im China von Heute. "Ich verstehe mich als ein Aufnahmegerät der Zeit" - so der 1957 geborene Liao Yiwu. Auch in seinem dritten Buch "Die Kugel und das Opium", macht er die Stimmen anderer hörbar: Menschen, die nach den Demonstrationen am Platz des Himmlischen Friedens drakonisch bestraft worden sind.
Falk Rockstroh liest eines dieser Gespräche
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