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Tonart - Musical Time  13.10.2012 · 03:05
Eine Reproduktion des Gemäldes "Friedrich auf einen Janustempel weisend" (1763) von Johann Heinrich Christian Franke.  (Bild: picture alliance / dpa / David Ebener) Eine Reproduktion des Gemäldes "Friedrich auf einen Janustempel weisend" (1763) von Johann Heinrich Christian Franke. (Bild: picture alliance / dpa / David Ebener)

Der Wandel Friedrichs II.

"Friedrich - Mythos und Tragödie"

Mit Birgit Kahle

Wie es kam, dass aus dem jungen musik- und philosophiebegeisterten Thronfolger Friedrich II., zunächst ein großer Staatsmann und erfolgreicher Feldherr und schließlich ein verbitterter alter Mann wurde, beleuchtet das Musical "Friedrich - Mythos und Tragödie".

Friedrich II., getragen vom Geiste der Aufklärung und dem Schöngeistigen zugetan, wurde im Alter zu einem missmutigen Zyniker. Wie es kam, dass aus dem jungen Musik- und Philosophie -begeisterten Thronfolger zunächst ein großer Staatsmann und erfolgreicher Feldherr, und schließlich ein verbitterter alter Mann wurde, beleuchtet - mit ein wenig künstlerischer Freiheit und geschaffen anlässlich des 300. Geburtstages des großen Preussenkönigs - das Musical "Friedrich - Mythos und Tragödie" von Dennis Martin, Marc Schubring, Wolfgang Adenberg und Christoph Jilo, das seine Uraufführung unter der Regie von Holger Hauer und mit einer Choreographie von Doris Marlis am 1. Juni 2012 in der Metropolis Halle auf dem Gelände des Filmparks Babelsberg hatte.

Die melodienreiche, populär gehaltene Partitur verbindet kompositorische Stilzitate aus dem Barock und der Frühklassik mit Pop- und Rockklängen, - versiert orchestriert und arrangiert von Frank Hollmann.

Friedrich Wilhelm I., der sogenannte "Soldatenkönig", der nie einen Krieg führte, soldatischen Drill aber für unerlässlich hielt für die Ausbildung von Persönlichkeit und Charakter, wird von seinem Sohn Friedrich, der sich ihm intellektuell überlegen fühlt, als ein kleingeistiger Despot empfunden, - nicht zuletzt, weil er von diesem verlangt, dass er sein weibisches Getue ablege und zu einem richtigen Mann und würdigen Thronfolger werde.

Der Vater-Sohn-Konflikt steigert sich, - bis am Ende der Mensch, dem Friedrich äusserst zugetan ist, der preussische Leutnant Hans Herrmann von Katte, auf Befehl von Friedrich Wilhelm I. hingerichtet wird. Ein traumatisches Erlebnis, das fortan das Fühlen und Handeln Friedrichs I. maßgeblich beeinflussen wird.

Mehr über den den Musen zugewandten König, der Europa u. a. mit dem Siebenjährigen Krieg überzog, erfahren Sie ab 3:05 Uhr von Birgit Kahle.

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