Im August 1992 erlebte Deutschland die schlimmsten ausländerfeindlichen Ausschreitungen der Nachkriegsgeschichte: Vier Nächte lang versuchte eine Meute von Randalierern in Rostock-Lichtenhagen, die damalige Aufnahmestelle für Asylbewerber sowie Wohnungen von vietnamesischen Vertragsarbeitern zu stürmen.
Mit Steinen und Brandsätzen attackierte der Mob - darunter zahlreiche Neonazis aus ganz Deutschland - die Plattenbauten, in denen die Ausländer untergebracht waren. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Tode. Die Krawalle einiger Hundert Gewalttätiger wurden von bis zu dreitausend Schaulustigen unterstützt. Die politisch Verantwortlichen waren der Situation nicht gewachsen, Polizei und Feuerwehr waren völlig überfordert.
Wie steht es 20 Jahre danach um Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Deutschland? Hat das Land wirklich Lehren aus den tragischen Ereignissen von Lichtenhagen gezogen, haben Politik und Bevölkerung dazugelernt?
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