"Open Access" lautet schon seit einiger Zeit das Zauberwort in der Wissenschaft. Dahinter steht die Vorstellung, dass Forschungsarbeiten in Zukunft überall digital verfügbar sind und nicht länger ihren Weg über die herkömmlichen Verlage nehmen müssen.
Diese erhalten bisher die Urheberrechte an den Publikationen, um sie als Zeitschriften und Bücher mit zum Teil hohen Gewinnen an die Universitätsbibliotheken zu verkaufen. Die öffentliche Hand zahlt auf diese Weise doppelt, so die Kritik: Erst für die Entstehung einer wissenschaftlichen Arbeit und dann nochmals für deren Veröffentlichung.
Seit Anfang des Jahres zum Boykott des wichtigsten Wissenschaftsverlages Elsevier aufgerufen wurde, dem sich inzwischen international 12.000 Forscher angeschlossen haben, gewinnt die Debatte an Fahrt. In Deutschland arbeitet die Politik unter Hochdruck an neuen Regelungen des Urheberrechts. Die EU-Kommission hat einen Maßnahmenkatalog aufgesetzt.
Werden Verlage und Bibliotheken als Mittler zwischen Forschern in Zukunft überflüssig? Wie steht es im Falle von "Open Access" um die Rechte der Autoren an ihren Werken? Wer bereitet diese zu welchen Kosten für das Internet auf? Und wie wird die Qualität der Veröffentlichungen garantiert?
Im Rahmen der Woche der Bibliotheken diskutieren im Wortwechsel von Deutschlandradio Kultur:
Beiträge zum Nachhören
Wortwechsel
Rote Linien und Ratlosigkeit - Der syrische Bürgerkrieg
Sendezeit: 17.05.2013, 19:06
Gewalt und Terror vor den Wahlen in Pakistan - hat die Demokratie eine Zukunft?
Sendezeit: 10.05.2013, 19:06
Europa in der Krise: Wo bleibt die neue Streitkultur?
Sendezeit: 03.05.2013, 19:06
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