"Es ging mit Tarnkleidung los, dann kamen die Springerstiefel", erinnert sich eine Mutter. "Die Haare wurden immer kürzer bis er fast Glatze trug." Veränderte Kleidung, der neue Freundeskreis, rechtsextreme Musik und Symbolik - zunächst sind es Äußerlichkeiten, die Eltern aufmerken lassen. Es folgen quälende Diskussionen und heftige Streits bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
In der Schule wird das Problem meist heruntergespielt. Polizei und Jugendamt erklären sich oft für nicht zuständig. Eltern, die sich kritisch mit der rechtsextremen Haltung ihres Kindes auseinandersetzen, fühlen sich hilflos und allein gelassen. Die Entfremdung in den Familien wächst. Die Neonazis provozieren diesen Bruch, um die jungen "Kameraden" fester an sich zu binden.
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