Ende des Jahres könnte es soweit sein: Mit fast dreijähriger Verzögerung beginnt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Das erklärte Leuchtturmprojekt der Bundesregierung soll landesweit Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken und 80 Millionen Bürger miteinander vernetzen und so die medizinische Versorgung optimieren.
Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Patienten werden gestärkt und Milliarden Euro eingespart, versprechen die Befürworter. Widerspruch kommt aus der Ärzteschaft und von Bürgerrechtlern. Dient die Karte doch auch als Schlüssel für die geplante Patientenakte, die auf externen Speichern liegen wird. Datenmissbrauch sei vorprogrammiert, die ärztliche Schweigepflicht bedroht und der medizinische Nutzen für die Patienten zweifelhaft. Diese müssen allerdings die Kosten tragen, deren tatsächliche Höhe nicht absehbar ist.
Links:
Bundestag: Kleine Anfrage Gesundheitskarte
Bundesgesundheitsministerium zur Gesundheitskarte
Bedenken Grundrechtekomitee
Bürgerinitiative gegen die Gesundheitskarte
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