Viele jüdische Flüchtlinge aus Deutschland flohen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nach Portugal, von wo sie versuchten, nach Amerika zu gelangen. Die meisten von ihnen gingen nach Lissabon. Doch verschollen geglaubte Dokumente zeigen jetzt: Viele von ihnen landeten auch in Porto.
Im Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich bundesweit mehr als 100 jüdische Sozialdemokraten zusammengetan. Neben der SPD hat keine andere deutsche Bundestagspartei eine vergleichbare jüdische Untergruppe aufzuweisen.
Die Oper "Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung" von Viktor Ullmann entstand im Ghetto Theresienstadt. Tatsächlich sollte die Oper dort 1943 auch aufgeführt werden, doch die Mitwirkenden wurden nach Auschwitz deportiert. Jetzt ist das Werk in Berlin zu sehen.
Er ist Schauspieler und Theaterregisseur, aber die Musik ist ihm am wichtigsten. Der gebürtige Detroiter Daniel Kahn lebt in Berlin-Neukölln und singt nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Jiddisch - weil es so schön ist, wie er sagt.
Drei Frauen denken jüdisches Leben in Berlin neu. Sie organisieren Veranstaltungen, die auf die üblichen Konventionen verzichten. Da diskutiert schon mal ein Rabbi vor Ablauf des Schabbat über Atheismus.
Sie sind wichtig, aber trotzdem weitgehend unbekannt - und das Prag-Berlin-Festival zeigt sie: Gemeint sind tschechische Filme, die sich mit der jüdischen Kultur und dem Dritten Reich auseinandersetzen. Und das Festival ist durchaus für einige Überraschungen gut.
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in der slowakischen Stadt Košice 16.000 Juden. Nach den Verbrechen der Nazis und späteren Auswanderungswellen sind es heute nur noch wenige Hundert. Jana Tesserová ist geblieben - und ihr Leben in Košice ist oft nicht einfach.
Juden in aller Welt feiern beim Schawuot-Fest ein Buch. Sie freuen sich darüber, dass Mose die Tora auf dem Berg Sinai erhielt. Mitglieder von jüdischen Gemeinden erzählen, was ihnen die Tora bedeutet.
Der Aufbau jüdischen Lebens ist eine ganz besondere Herausforderung in unserem östlichen Nachbarland Polen. Viele Rabbiner sind jung und kommen von weit her. "Die finsteren Zeiten liegen hinter uns", sagt einer von ihnen.
Etwa 50 Tage nach Pessach wird das jüdische Erntedankfest begangen, auch Schawuot genannt. Zur Feier wird ein Gebet auf Aramäisch unter Begleitung einer besonderen Melodie gesprochen, das "Akdamut". Was sich dahinter verbirgt, erklärt unsere Autorin Evelyn Bartolmai.
Beiträge zum Nachhören
Aus der jüdischen Welt
Zum Tode von Yoram Kaniuk
Sendezeit: 14.06.2013, 18:25
Schulprojekt des Jüdischen Museums Berlin
Sendezeit: 14.06.2013, 18:20
Deutsche Juden im Dienst der Alliierten
Sendezeit: 14.06.2013, 18:07
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